Neue Erklärung der wegen eines „Starbucks-Bechers“ entlassenen Nachrichtensprecherin! „Es war ein Moment der Unachtsamkeit“
Die Nachrichtensprecherin Meltem Günay, die 14 Jahre lang bei TGRT Haber tätig war, wurde zusammen mit dem Sendeleiter entlassen, nachdem in einer Nachrichtensendung ein Becher der Marke Starbucks zu sehen war. Günay schilderte die Ereignisse ausführlich in einer Live-Sendung.
Nachdem sie wegen eines Starbucks-Bechers, den sie während der Sendung auf dem Tisch stehen hatte, von TGRT Haber entlassen wurde, hatte Meltem Günay ihre Sicht der Dinge bereits in einer Erklärung auf ihren Social-Media-Kanälen unter dem Titel „Hören Sie es auch von mir, ich entschuldige mich“ dargelegt.
Die Nachrichtensprecherin Meltem Günay beleuchtete die Geschehnisse nun aus einer anderen Perspektive, indem sie sich live in die Sendung „Neler Oluyor Hayatta“ zuschalten ließ, die von Hakan Ural und Nur Tuğba Algül moderiert wird.
Meltem Günay konnte dabei ihre Tränen zeitweise nicht zurückhalten.
Hier sind die Erklärungen der Nachrichtensprecherin Meltem Günay:
„Es tut mir sehr leid; ein Mensch begeht einen solchen Fehler nicht absichtlich, das kann man nicht. Ich habe 27 Jahre lang Sendungen für die Fernsehsender dieses Landes produziert. Von Lebensart-Sendungen über politische Formate bis hin zu Kultur- und Kunstprogrammen. Ich habe als Reporterin angefangen und in jeder Phase des Fernsehgeschäfts gearbeitet. Darauf bin ich stolz. 27 Jahre bedeuten ein ganzes Leben und harte Arbeit. In all den Jahren meiner Tätigkeit habe ich nie ein Wort gesagt oder eine Handlung vollzogen, die jemanden hätte verletzen können. Ich habe jedem gegenüber sensibel gehandelt.
Ist das ein Fehler? Ja, aber bei der Kritik sollte man auch darauf schauen, wer Meltem Günay ist, welche Auszeichnungen dieses Mädchen erhalten hat und für welche Arbeiten sie geehrt wurde. Ich habe mich nie in Polemiken verwickelt und nie auf Popularität um jeden Preis gesetzt...
Ich habe seit drei Tagen nicht geschlafen. Ich hatte Weinkrämpfe, obwohl ich versuche, stark zu bleiben. Ich wollte nicht in diesem Zustand auf Sendung gehen und unseren Zuschauern ein schlechtes Bild bieten.“
„DORT WAREN KEINE KOLLEGEN, DIE MIR EINEN TEE HÄTTEN BRINGEN KÖNNEN“
„Der Becher der besagten Marke wird in dieser Form aktuell nicht einmal mehr verkauft. Es war ein sehr alter Becher, der in meinem Büro stand. Man bestellt Essen, und dann behält man solche Dinge, weil man sie vielleicht mal braucht; es war ein Becher, der einfach so in meinem Büro stand. Ich weiß nicht einmal mehr, wann er gekauft wurde. An jenem Tag war ich in der Hektik der Sendungsvorbereitung und konnte die Tasse mit dem Logo meines Senders nicht finden, weil ich so unter Zeitdruck stand.
An diesem Tag waren dort auch keine Kollegen, die mir einen Tee oder Wasser hätten bringen können. Da ich nicht viel Zeit hatte, habe ich mir meinen Tee selbst geholt. Ich nahm den Becher und füllte Tee hinein. Die Kollegen fragten sogar: ‚Schwester, ist das ein Starbucks-Becher?‘ Genau in diesem Moment, während der Werbepause, bemerkten wir es. Während wir sprachen, endete die Werbepause und wir gingen plötzlich auf Sendung, und der Becher blieb in meiner Hand. Ich habe ihn abgestellt, aber er war sehr heiß, also blieb er auf dem Tisch stehen, damit er nicht auf mich verschüttet wird. Ich habe das in meiner Erklärung nicht ausführlich erläutert, weil ich weiß, dass die Leute auch darauf wieder etwas sagen und mich erneut lynchen würden. Ich bin wirklich sehr traurig darüber, dass diese Situation entstanden ist, auch wenn es natürlich nicht die Absicht war, eine Marke zu bewerben.“
„WIR SIND MENSCHEN, KEINE MASCHINEN“
Günay sagte: „Es war ein Moment der Unachtsamkeit. Ich unterstelle niemandem eine böse Absicht. Auch meine Arbeitskollegen haben es nicht bemerkt. Mein Sendeleiter ist ebenfalls ein sehr guter Mensch; sein Vater wurde sogar wegen Krebs behandelt. Er hatte mit anderen Sorgen zu kämpfen. Ich entschuldige mich vielmals, wir sind Menschen, keine Maschinen.“
Günay fuhr fort: „So etwas darf nicht passieren, die 27-jährige Lebensleistung eines Menschen darf nicht gelyncht werden. Ich habe niemanden um sein Brot gebracht. Sogar mein Social-Media-Konto war privat. Ich war immer ein Mensch, der nur durch seine Arbeit von sich reden machte. Ich habe wirklich keinerlei Institution, für die ich gearbeitet habe – und auch nicht meinem Sender, denn ich habe diese Menschen als meine Familie betrachtet – geschadet. Jeder stand an meiner Seite. Ich sage niemals etwas gegen sie. Auch sie sind sehr traurig über das Geschehene.
Aber was habe ich um Himmels willen getan? Ich habe einen Becher vergessen, für den ich in diesem Moment kein Geld bezahlt habe und in dem kein Kaffee war. Habe ich jemanden getötet, verbotene Substanzen konsumiert, Gelder veruntreut? Was habe ich getan? Das kann jedem passieren, wir sind Menschen. Ich kann mich nicht ausdrücken, weil mein Herz so schmerzt. Ich habe über die Kinder berichtet, die überall auf der Welt sterben, ich habe Sendungen dazu gemacht. Das kann jedem passieren.
Kritik mag berechtigt sein, aber sie haben sogar meine verstorbene Mutter und meinen Vater beschimpft. Das hat mich so sehr getroffen... Kann man das einer Frau antun, die alleine ihren Lebenskampf führt? Möge Gott niemandem das antun, was ich gerade erlebe. Ich werde trotzdem aufrecht bleiben. Gott kennt mein Herz.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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