Neue Erklärung von TÜSİAD inmitten der Debatten: 'Heute oder morgen...'
TÜSİAD, das mit seiner Kritik an der Regierungspolitik auf der Generalversammlung für Aufsehen sorgte, hat nach den umstrittenen Äußerungen die Arbeit an einem neuen Text angekündigt. TÜSİAD-Präsident Orhan Turan erklärte: „Wir werden eine umfassende Stellungnahme abgeben, um Missverständnisse auszuräumen. Die gegen uns erhobenen Vorwürfe weisen wir jedoch zurück.“
Der Präsident des türkischen Verbandes der Industriellen und Unternehmer (TÜSİAD), Orhan Turan, äußerte sich nach den Erklärungen des TÜSİAD-Beiratsvorsitzenden Ömer Aras. TÜSİAD-Präsident Orhan Turan kündigte an, dass sie an einem neuen Text arbeiten, um Missverständnisse auszuräumen.
NEUE ERKLÄRUNG KOMMT
Gegenüber dem Kolumnisten der Zeitung Sözcü, Saygı Öztürk, erklärte TÜSİAD-Präsident Orhan Turan: „Themen, die jeder kennt und über die jeder spricht, wurden auch von uns thematisiert. Um jedoch Missverständnisse zu vermeiden, werden wir heute oder morgen eine weitere, umfassende Erklärung abgeben.“
Turan teilte mit, dass sie am Inhalt der Erklärung arbeiten und in der neuen Stellungnahme notwendige Korrekturen vornehmen würden, um eine falsche Wahrnehmung zu verhindern. Zudem reagierte er auf die gegen sie erhobenen Vorwürfe. Turan sagte: „Wir weisen den Vorwurf der ‚versuchten Beeinflussung der Rechtspflege und der öffentlichen Verbreitung unwahrer Informationen‘ entschieden zurück.“
WIR HABEN NACHRICHTEN DES BEDAUERNS ERHALTEN
Turan beantwortete Fragen zu den Reaktionen der Mitglieder nach ihren Äußerungen. Er betonte: „Es gab keine negativen Gespräche“, fügte jedoch hinzu, dass sie zahlreiche Nachrichten von Mitgliedern erhalten hätten. Turan berichtete, dass die Mitglieder ihr Bedauern über die Äußerungen von Politikern zum Ausdruck gebracht hätten, in denen TÜSİAD kritisiert wurde, und bewertete diese Situation.
Turan fügte zudem Folgendes zur öffentlichen Wahrnehmung des Inhalts ihrer Erklärungen hinzu:
„Es besteht die Situation, dass Themen, über die jeder spricht und die auch wir auf die Tagesordnung gesetzt haben, missverstanden werden und eine falsche Botschaft im Namen des Verbandes vermittelt wurde. Daher ist es unsere Verantwortung, die notwendige Erklärung abzugeben.“
WAS WAR PASSIERT?
Die Generalversammlung von TÜSİAD, dem Dachverband des Großkapitals in der Türkei, fand gestern in einem Hotel in Beşiktaş, Istanbul, statt.
Die Eröffnungsreden des TÜSİAD-Präsidenten Orhan Turan und des Beiratsvorsitzenden Ömer Aras hatten in der Öffentlichkeit für Diskussionen gesorgt.

Turan, der sagte: „Gegen Leutnants werden wegen Disziplinlosigkeit Entlassungsentscheidungen getroffen, aber bei vielen Ereignissen, die in der Öffentlichkeit für Empörung sorgen – wie Erdbeben, Brände, Belästigungen, Frauenmorde oder Arbeitsunfälle – werden entweder die Täter nicht gefunden oder sie kommen in kurzer Zeit wieder frei“, wies auf die zunehmende Praxis der Einsetzung von Treuhändern sowie auf Festnahmen und Inhaftierungen von Journalisten in der letzten Zeit hin.
Ömer Aras, der betonte, dass anstelle gewählter Bürgermeister Treuhänder eingesetzt wurden, und auf die jüngsten Verhaftungen aufmerksam machte, sprach auch den Druck auf die Medien an und sagte:
„Wir können sagen, dass diese Ereignisse, die in sehr kurzer Zeit aufeinanderfolgten, in der Gesellschaft Besorgnis erregen und das Vertrauen erschüttern. Zudem sehen wir, dass ein chronisches Problem, bei dem die Untersuchungshaft nicht die Ausnahme, sondern die Regel geworden ist, trotz Gesetzesänderungen nicht gelöst wurde. Wie sorgfältig Entscheidungen über Untersuchungshaft, gerichtliche Kontrolle oder gar Festnahmen, die eine Person auch nur für einen Tag ihrer Freiheit berauben, getroffen werden müssen, sehen wir an den Freilassungen und Freisprüchen, die erst nach Jahren erfolgen.“
REAKTIONEN AUS DER REGIERUNG
Die Kritik aus der TÜSİAD-Führung stieß bei der Regierung auf Ablehnung. Justizminister Yılmaz Tunç teilte über seinen Social-Media-Account mit: „Niemand sollte daran zweifeln, dass wir, wie bisher auch, auf jeden Versuch der Einmischung in die Rechtsordnung im Rahmen des Gesetzes mit aller Entschiedenheit reagieren werden.“
Der AKP-Sprecher Ömer Çelik äußerte: „TÜSİAD sollte sich bemühen, seine schlechte Bilanz in Sachen Demokratie hinter sich zu lassen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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