Vorwürfe über Milliarden-Finanztransaktionen im Fall Paybull: Dieselben Namen erneut im Fokus
Der Cumhuriyet-Kolumnist Murat Ağırel berichtete in seinem Artikel über die Paybull-Ermittlungen, dass die Erkenntnisse aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft und den Berichten der Finanzkriminalitäts-Untersuchungsbehörde (MASAK) auf Geldtransaktionen in Milliardenhöhe hindeuten. Ağırel wies darauf hin, dass einige Namen, die bereits in Akten zu anderen Zahlungsdienstleistern auftauchten, auch in diesem Ermittlungsverfahren vorkommen.
Der Cumhuriyet-Kolumnist Murat Ağırel hat in einem Artikel, in dem er die Paybull-Ermittlungen bewertet, die Vorwürfe aus der Ermittlungsakte sowie die Feststellungen in offiziellen Berichten thematisiert.
Ağırel erklärte auf Basis der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft und der Berichte der Finanzkriminalitäts-Untersuchungsbehörde (MASAK), dass es Vorwürfe gebe, wonach die innerhalb von Paybull betriebene Anwendung Paypay dazu genutzt wurde, Einnahmen aus illegalen Wetten in das Finanzsystem einzuschleusen.
In dem Artikel wurde dargelegt, dass einigen in der Ermittlungsakte genannten Personen eine kritische Rolle bei den Unternehmensführungsprozessen und den Geldtransfers zugeschrieben wird.
KONTEN ERÖFFNUNG ÜBER DIESELBEN IP-ADRESSEN FESTGESTELLT
Ağırel gab an, dass bei den Untersuchungen der MASAK und der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) bemerkenswerte Erkenntnisse gewonnen wurden.
Demnach sei festgestellt worden, dass eine Vielzahl von Konten über dieselben IP-Adressen eröffnet wurde, Mängel bei den Prozessen zur Identifizierung der Kunden bestanden und ungewöhnliche Geldtransfers stattgefunden hätten.
Ağırel wies darauf hin, dass diese Erkenntnisse in der Ermittlungsakte enthalten seien, und äußerte sich auch zum Ausmaß der Geldbewegungen.
"DIE AKTE DEUTET AUF GELDTRANSAKTIONEN IN MILLIARDENHÖHE HIN"
Ağırel erläuterte seine Berechnung zur Geldmenge, die über das System geflossen ist, mit folgenden Worten:
"Wenn man eine durchschnittliche Provisionsrate von 5 Prozent annimmt, beläuft sich das über das System geflossene Geld auf etwa 2,8 Milliarden Lira. Bei einer Annahme von 3 Prozent sind es 4,8 Milliarden Lira. Bei 2 Prozent übersteigt es 7 Milliarden Lira, bei 1 Prozent sogar 14 Milliarden Lira. Das bedeutet, die Akte deutet nicht auf einen Geldverkehr in Höhe von einigen hundert Millionen, sondern in Milliardenhöhe hin."
NAMEN AUS DEM PAYCO-FALL TAUCHEN ERNEUT AUF
Im weiteren Verlauf seines Artikels stellte Ağırel fest, dass einige Personen, deren Namen bereits in Ermittlungen zu anderen Zahlungsdienstleistern auftauchten, auch in der Paybull-Akte vorkommen. Er erklärte, dass Turgut Nezih Sipahioğlu, einer der Namen, denen er bereits in der PayCO-Ermittlung begegnet war, nun auch in diesem Fall zur Sprache komme.
Wie Ağırel berichtete, war Sipahioğlu, der im PayCO-Fall mit Ozan Bingöl einen Geldverkehr von etwa 26 Millionen Lira aufwies, im Paybull-Fall in einen Geldverkehr von etwa 8,4 Millionen Lira mit Sefa Dalkıran verwickelt.
FRAGEN ZU ZAHLUNGSDIENSTLEISTERN IM FOKUS
Während Ağırel die Frage nach den kommerziellen Gründen für diese Geldtransfers aufwarf, betonte er, es sei bemerkenswert, dass dieselben Namen immer wieder bei verschiedenen Zahlungsdienstleistern, in unterschiedlichen Ermittlungsverfahren und bei verschiedenen Geldflüssen auftauchen.
In dem Artikel wurde zudem zum Ausdruck gebracht, dass die Frage, ob gegen einige in der Korrespondenz zwischen MASAK und TCMB genannte Zahlungsdienstleister effektiv ermittelt werde, weiterhin unbeantwortet sei.
MEHRERE ZAHLUNGSDIENSTLEISTER IN BERICHTEN GENANNT
Ağırel erklärte, dass nicht nur Paybull in den Untersuchungs- und Ermittlungsunterlagen vorkomme, sondern dass in verschiedenen Berichten und Schriftwechseln auch die Namen anderer Zahlungsdienstleister genannt würden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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