Plädoyer im 1.-Mai-Prozess in Istanbul verkündet
Im Prozess gegen 17 Personen, die am 1. Mai in Istanbul bei dem Versuch, von Saraçhane zum Taksim-Platz zu marschieren, festgenommen wurden, wurde das Plädoyer verlesen. Für alle Angeklagten wurde eine Bestrafung wegen „Verstoßes gegen das Gesetz über Versammlungen und Demonstrationen“ sowie wegen „Propaganda für eine terroristische Vereinigung“ gefordert.
Vor dem 24. Schwurgericht in Istanbul wurde der Prozess gegen 17 Personen fortgesetzt, die am 1. Mai bei dem Versuch, vom Saraçhane-Viertel zum Taksim-Platz zu marschieren, nach einem Polizeieinsatz festgenommen worden waren.
Der Staatsanwalt, der sein Plädoyer zur Sache vortrug, argumentierte, dass die Angeklagten mit Bannern, auf denen die Aufschrift „Partizan“ sowie Bilder von İbrahim Kaypakkaya zu sehen waren, sowie mit roten Westen, die ebenfalls Bilder von İbrahim Kaypakkaya trugen, an der Aktion teilgenommen hätten und dass der Marsch zu einer gesetzwidrigen Versammlung und Demonstration geworden sei.
HAFTSTRAFE GEFORDERT
In seinem Plädoyer forderte der Staatsanwalt für alle Angeklagten eine Haftstrafe wegen „Propaganda für eine terroristische Vereinigung“ und „Verstoßes gegen das Gesetz über Versammlungen und Demonstrationen Nr. 2911“.
Das Gericht gab dem Antrag der Anwälte auf eine Frist zur Stellungnahme zum Plädoyer statt und ordnete an, dass drei der Polizeibeamten, deren Unterschriften auf dem Festnahmeprotokoll stehen, zur nächsten Sitzung geladen werden, um ihre Aussagen zu machen. Die Verhandlung wurde auf den 6. Dezember 2024 vertagt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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