Pläne zum Verkauf von Turkcell-Aktien im Parlament: CHP reicht parlamentarische Anfrage ein
Die Behauptungen über Pläne des türkischen Vermögensfonds (TVF), seine Anteile an Turkcell zu verkaufen, wurden in das Parlament eingebracht. Der CHP-Abgeordnete Cevdet Akay reichte eine parlamentarische Anfrage an zwei Minister ein, um Details zum Verkauf zu erfahren, und forderte zudem Informationen vom TVF an.
Die Behauptungen, dass der türkische Vermögensfonds (TVF) seine 26,2-prozentige Beteiligung an Turkcell verkaufen werde, wurden in das Parlament eingebracht. Der CHP-Abgeordnete für Karabük, Cevdet Akay, reichte parlamentarische Anfragen mit der Bitte um Beantwortung durch zwei Minister ein und stellte zudem einen Antrag auf Informationszugang beim TVF.
BEHAUPTUNGEN ÜBER AKTIENVERKAUF ERNEUT IM GESPRÄCH
Laut einem Bericht der Zeitung Cumhuriyet waren die Pläne des TVF, seine Anteile an Turkcell zu verkaufen, bereits im Juli 2024 Thema. Damals kam es jedoch zu keiner konkreten Entwicklung. Nachdem in jüngster Zeit erneut Behauptungen über einen Verkauf aufgekommen sind, brachte der CHP-Abgeordnete Akay das Thema in die Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) und forderte neben den beiden Ministern auch eine offizielle Stellungnahme des TVF.
Akay betonte, dass diese Behauptungen in der Öffentlichkeit ernsthafte Besorgnis erregt hätten, und unterstrich, dass Turkcell nicht nur ein kommerzielles Unternehmen sei, sondern eine strategische Einrichtung, die eine entscheidende Rolle in der digitalen Infrastruktur der Türkei spiele. Er wies darauf hin, dass das Unternehmen laut den Finanzergebnissen für das Jahr 2025 einen Umsatz von rund 241 Milliarden Lira und einen operativen Gewinn von 17,8 Milliarden Lira erzielt habe, und warnte, dass der Verkauf eines solch starken Unternehmens Risiken für die nationale Sicherheit und die digitale Souveränität bergen könnte.
VERWEIS AUF PRIVATISIERUNGSERFAHRUNGEN
Cevdet Akay erinnerte an die negativen Erfahrungen während des Privatisierungsprozesses der Türk Telekom und wies auf die Bedeutung von Transparenz und Rechenschaftspflicht beim Verkauf strategischer öffentlicher Vermögenswerte hin. „Falls ein Verkauf stattfinden soll, muss die Begründung dafür klar dargelegt werden“, sagte er.
ANTWORTEN AUF FRAGEN ZUM VERKAUF ERWARTET
Der CHP-Abgeordnete Akay richtete folgende Fragen an den TVF:
Gibt es Arbeiten zur Veräußerung der Anteile, die der TVF an Turkcell hält?
Gibt es offizielle oder inoffizielle Gespräche mit in- oder ausländischen Investoren bezüglich des Verkaufs von Turkcell-Aktien?
Falls ein Verkaufsplan existiert, was ist dessen Begründung?
Wurden die Risiken bewertet, die der Verkauf eines strategischen Unternehmens wie Turkcell für die nationale Sicherheit und die digitale Souveränität mit sich bringen könnte?
Wie hoch ist der erwartete Erlös, falls der TVF seine Anteile an Turkcell verkauft?
Welche Maßnahmen werden ergriffen, um finanzielle und strukturelle Probleme wie bei der Privatisierung der Türk Telekom zu vermeiden?
Werden die Entscheidungen bezüglich dieses Verkaufs unter der Aufsicht der TBMM und transparent für die Öffentlichkeit durchgeführt?
ANTRAG IM RAHMEN DES RECHTS AUF INFORMATIONSZUGANG GESTELLT
Der CHP-Abgeordnete Akay stellte zudem einen schriftlichen Antrag beim Generaldirektor des TVF, Salim Arda Ermut, im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes und wiederholte die oben genannten Fragen. Akay forderte eine offizielle Erklärung, um zu erfahren, ob der Verkauf der TVF-Anteile auf der Tagesordnung steht und welche Details es dazu gibt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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