Protest der Bildungsgewerkschaft Eğitim-İş gegen das „Maarif-Modell“!
Die Gewerkschaft der Beschäftigten im Bildungs- und Wissenschaftswesen (Eğitim-İş) hat mit einer Protestaktion die Rücknahme des „Maarif-Modells des türkischen Jahrhunderts“ gefordert.
Das vom türkischen Bildungsministerium kürzlich vorgestellte „Maarif-Modell des türkischen Jahrhunderts“ sorgt weiterhin für Diskussionen. Zuletzt organisierte die Gewerkschaft Eğitim-İş eine Protestaktion gegen das Maarif-Modell.
Der Vorsitzende von Eğitim-İş, Kadem Özbay, sprach im Namen der Gruppe, die sich vor dem Bildungsministerium (MEB) versammelt hatte, um Parolen zu skandieren. Er wies darauf hin, dass man im Bildungswesen täglich mit Gewalt konfrontiert sei, und kündigte für Freitag einen landesweiten Streik in allen 81 Provinzen an.
ABKEHR VON WISSENSCHAFTLICHER UND SÄKULARER BILDUNG
Özbay erklärte, man sei zusammengekommen, da der Entwurf des Maarif-Modells des türkischen Jahrhunderts der säkularen und wissenschaftlichen Bildung, den Atatürk-Reformen und der Republik widerspreche. Er teilte mit, dass man die gesammelten Unterschriften für die Rücknahme des Entwurfs heute dem Ministerium übergeben werde.
Özbay betonte, dass der neue Lehrplanentwurf die Gefahr berge, das Bildungssystem aus einer ideologischen Perspektive zu formen, und eine auswendig lernende sowie dogmatische Bildungsauffassung fördere, die sich von wissenschaftlicher und säkularer Bildung entferne.
Er bewertete Lehrpläne als die „Verfassung der Bildung“ und erklärte, dass eine solche Änderung nicht vorgenommen werden könne, ohne die tatsächlichen Akteure des Bildungswesens einzubeziehen, ohne eine Analyse der Vergangenheit und der Bedürfnisse durchzuführen sowie ohne wissenschaftliche Erkenntnisse und Pilotanwendungen.
EIN LEHRPLAN OHNE ATATÜRK IST NICHT MÖGLICH
Die Gewerkschaftsmitglieder, die Schilder und Transparente mit der Aufschrift „Ein Lehrplan, in dem Atatürk, die Republik und das Bürgertum nicht vorkommen, ist nicht der Bildungslehrplan der Republik Türkei, er kann es nicht sein, er ist eine Fälschung“, trugen, lösten sich nach den Reden auf.
Unterdessen war zu sehen, dass die Gruppenmitglieder aufgrund der Ermordung von İbrahim Oktugan, dem Schulleiter eines privaten Gymnasiums in Istanbul, schwarze Anstecknadeln mit der Aufschrift „Nein zu Gewalt“ trugen.
Der Vorsitzende der Gewerkschaft Eğitim-İş, Kadem Özbay, hatte sich vor der Aktion mit dem CHP-Vorsitzenden Özgür Özel getroffen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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