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„Boykott“-Reaktion der Mitglieder auf den Vorsitzenden: „Dem RTÜK-Vorsitzenden reichen die Fernsehsender nicht, jetzt versucht er auch noch, sich beim Palast einzuschmeicheln“

RTÜK-Mitglied İlhan Taşçı reagierte auf die Kritik des RTÜK-Vorsitzenden Ebubekir Şahin am Boykottaufruf des CHP-Vorsitzenden Özgür Özel.

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„Boykott“-Reaktion der Mitglieder auf den Vorsitzenden: „Dem RTÜK-Vorsitzenden reichen die Fernsehsender nicht, jetzt versucht er auch noch, sich beim Palast einzuschmeicheln“

RTÜK-Mitglied İlhan Taşçı reagierte auf die Äußerungen des RTÜK-Vorsitzenden Ebubekir Şahin zu den von CHP-Chef Özgür Özel boykottierten Unternehmen mit der Frage: „Ist das etwa deine Aufgabe?“. Ein weiteres RTÜK-Mitglied, Tuncay Keser, kritisierte Şahin ebenfalls: „In modernen Demokratien drohen die Leiter von Regulierungs- und Aufsichtsbehörden den Medienunternehmen nicht bei jeder Gelegenheit mit ‚Höchststrafen oder Lizenzentzug‘.“

Der Vorsitzende des Rundfunk- und Fernseh-Oberrates (RTÜK), Ebubekir Şahin, hatte in einer Erklärung auf seinem Social-Media-Account kritisiert, dass einige Medienunternehmen die Proteste in Saraçhane manipulativ dargestellt hätten. Şahin kündigte an, dass gegen diese Unternehmen Verwaltungsstrafen im maximalen Rahmen verhängt würden.

RTÜK-Mitglied Tuncay Keser reagierte in seinem Beitrag auf die Erklärung des RTÜK-Vorsitzenden: „Wenn wir schon bei Definitionen sind: In modernen Demokratien drohen die Leiter von autonomen/neutralen Regulierungs- und Aufsichtsbehörden den Medienunternehmen nicht bei jeder Gelegenheit mit ‚Höchststrafen oder Lizenzentzug‘. Sie erfinden keine Straftatbestände wie ‚Zensur gegen staatliche Institutionen und deren Mitarbeiter‘.“

Andererseits erklärte CHP-Chef Özgür Özel, dass einige Medienunternehmen einseitig agierten und die Proteste nicht berichteten. Özel rief daraufhin zum Boykott gegen diese Medienunternehmen und deren verbundene Firmen auf.

Der RTÜK-Vorsitzende Ebubekir Şahin äußerte sich zu den Boykottbemühungen wie folgt: „Während Dutzende unserer Gewerbetreibenden bei diesen Vorfällen Schaden erleiden, beobachten wir mit Erstaunen die seltsamen Boykottkriege, die ungerechterweise gegen die wertvollsten Marken der Türkei geführt werden.“

Auf diese Worte von Şahin folgte die Reaktion von RTÜK-Mitglied İlhan Taşçı. 

Taşçı äußerte sich wie folgt:

„Dem RTÜK-Vorsitzenden reichen die Fernsehsender nicht, jetzt mischt er sich auch noch in den Boykottaufruf des CHP-Vorsitzenden Herrn Özgür Özel ein, um sich beim Palast einzuschmeicheln! Ist das etwa deine Aufgabe!?

Das reicht ihm nicht; er gibt auch noch seinen Senf zur Kritik an der Schließung der ‚Kent Lokantaları‘ (Stadtrestaurants) ab (weil sie keine Materialien beschaffen konnten!)…

Wenn ihr fragt, mit welcher Befugnis: Mit der Befugnis ‚Ich habe mich an den Palast gelehnt, ich habe es getan, also ist es so‘! Bist du nicht derjenige, der sagt: ‚Ich betrachte die Anweisungen des Präsidenten als Befehl‘.

Dabei schreibt dir die Verfassung und das Gesetz vor, neutral zu sein; und die kritischen Sender erwarten vom RTÜK-Vorsitzenden lediglich, dass er aufhört, ein Hindernis für die Pressefreiheit zu sein…

Das Volk hat dein Fingerzeigen und dein Blockieren der Freiheiten satt! Lass endlich ab, lass ab von RTÜK und von der Presse!“


Nachrichtenquelle: 12punto

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