Reaktion von AKP-Politiker Hüseyin Çelik auf Ermittlungen gegen Nevşin Mengü
Hüseyin Çelik, einer der AKP-Gründer und ehemaliger Bildungsminister, hat auf die Ingewahrsamnahme der Journalistin Nevşin Mengü nach einem Interview mit Salih Müslim, dem Anführer der Terrororganisation YPG/PYD, reagiert.
Die Journalistin Nevşin Mengü führte auf ihrem YouTube-Kanal ein Interview mit Salih Müslim, dem Anführer der Terrororganisation YPG/PYD, der nach dem Sturz der Regierung von Baschar al-Assad in Syrien per internationalem Haftbefehl gesucht wird.
Gegen Mengü, die am Morgen des 14. Dezember in Gewahrsam genommen wurde, hatte die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, da ihr vorgeworfen wurde, "Äußerungen getätigt zu haben, die eine Terrororganisation und deren Handlungen verherrlichen".
Nach ihrer Aussage bei der Staatsanwaltschaft wurde Nevşin Mengü dem zuständigen Friedensgericht vorgeführt und unter Auflagen sowie einem Ausreiseverbot wieder auf freien Fuß gesetzt.
Der ehemalige Bildungsminister Hüseyin Çelik, der in letzter Zeit durch seine Kritik an der AKP-Regierung aufgefallen ist, bezeichnete das gegen Nevşin Mengü eingeleitete Verfahren als 'juristischen Skandal'.
Çelik, einer der Gründer der AKP, sagte: "Das entspricht exakt dem Rechtsverständnis des 28. Februar."
"WIR NENNEN DAS JOURNALISTISCHEN ERFOLG"
In einem Beitrag auf seinem X-Account erklärte Çelik: "Vergessen wir nicht, dass die PYD nur von der Türkei als Terrororganisation eingestuft wird. Die HTS hingegen wird von der gesamten Welt, einschließlich der Türkei, als Terrororganisation betrachtet. Wird in diesem Zusammenhang auch gegen Journalisten ermittelt werden, die ein Interview mit al-Dschulani geführt haben, auf dessen Kopf die USA ein Kopfgeld von 10 Millionen Dollar ausgesetzt haben?"
Çelik fügte hinzu: "Sollte dies geschehen, wäre das völlig absurd" und fuhr fort:
"Wenn ein Journalist ein Gespräch mit einem Terroristen führt, wird er nicht selbst zum Terroristen; wenn er mit einem Mafiaboss spricht, wird er nicht zum Mafiaboss, und wenn er mit einem Drogenbaron spricht, wird er nicht zum Baron. Im Gegenteil, wir nennen das einen journalistischen Erfolg. Manche mögen über diese Vorgänge erfreut sein, aber unser Image als 'Rechtsstaat' und 'freie Presse' wird dadurch zerstört. Verstand, bitte..."
??Die Türkei wird leider jeden Tag Schauplatz eines neuen juristischen Skandals...
— Hüseyin Çelik (@hc_huseyincelik) 16. Dezember 2024
??Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Journalistin Nevşin Mengü eingeleitet, weil sie ein Interview mit Salih Müslim geführt hat.
??Das entspricht exakt dem Rechtsverständnis des 28. Februar.
??In den 90er Jahren wurde Abdullah…
Nachrichtenquelle: 12punto
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