Recht auf Verbeamtung für Frauen mit drei Kindern: Neuer Gesetzentwurf im Parlament
Die Politik zur Förderung des Bevölkerungswachstums in der Türkei wird unvermindert fortgesetzt. Als Erweiterung der Drei-Kind-Politik zielen neue Unterstützungspakete darauf ab, Familien mit Kindern verschiedene Erleichterungen zu bieten.
In diesem Rahmen wurden Maßnahmen wie die Gewährung von Gehältern für Familien mit Kindern und der vergünstigte Verkauf des einheimischen Automobils Togg diskutiert, während nun ein neuer Gesetzentwurf zur Steigerung der Geburtenraten im Parlament eingereicht wurde.
RECHT AUF VERBEAMTUNG FÜR FRAUEN MIT DREI KINDERN
Der dem Parlament vorgelegte neue Gesetzentwurf sieht vor, Frauen, die ihr drittes Kind zur Welt bringen, das Recht auf eine Anstellung im öffentlichen Dienst einzuräumen. Sollte der Entwurf verabschiedet werden, könnten die betroffenen Frauen ohne die sonst erforderliche KPSS-Prüfung in bestimmte öffentliche Ämter berufen werden. Die Bewerberinnen müssen jedoch die spezifischen Prüfungsvorschriften und allgemeinen Einstellungsvoraussetzungen für die jeweiligen Positionen erfüllen.
VORAUSSETZUNGEN UND VERFAHREN BEI DER ERNENNUNG
Im Ernennungsprozess müssen die Kandidatinnen einige grundlegende Bedingungen erfüllen. Zu den Hauptvoraussetzungen gehören unter anderem, dass sie nicht wegen eines Ehrdelikts verurteilt wurden, nicht vom öffentlichen Dienst ausgeschlossen sind und die allgemeinen gesundheitlichen Anforderungen erfüllen. Die Feststellung der Anspruchsberechtigten erfolgt durch das Ministerium für Familie und Sozialdienste, und die Ernennungen werden per Losverfahren durchgeführt.
Die Zuweisung der zu besetzenden Stellen und Positionen erfolgt unabhängig von anderen gesetzlichen Regelungen. Zudem kann dieses Recht nur einmal in Anspruch genommen werden. Für Personen, die den Dienst antreten und wieder ausscheiden, oder für diejenigen, die trotz Ernennung den Dienst nicht antreten, ist keine erneute Ernennungsmöglichkeit vorgesehen.
AUFGABENVERTEILUNG NACH BILDUNGSSTAND
Die Aufgabenverteilung nach Bildungsstand wurde ebenfalls geklärt. Absolventen von Grund- und Mittelschulen werden für Positionen als "Dienstkräfte" (hizmetli) in Betracht gezogen. Absolventen von weiterführenden Schulen und Hochschulen werden hingegen auf Beamtenstellen berufen, die ihrer Ausbildung entsprechen. Für Beschäftigungen im Arbeiterstatus werden Stellen für unbefristete Arbeiter genutzt. Die Ernennungen sollen innerhalb von 30 Tagen nach der Mitteilung an die öffentlichen Einrichtungen abgeschlossen sein.
GESETZENTWURF IN DER KOMMISSIONSPHASE
Der Gesetzentwurf wird in den kommenden Tagen zur Abstimmung gestellt. Die betreffende Regelung wartet derzeit auf ihre Beratung im Planungs- und Haushaltsausschuss des Parlaments.
Nachrichtenquelle: 12punto
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