RTÜK verhängt Strafen gegen 5 Medienunternehmen im Rahmen der 'IBB-Ermittlungen'
Der Rundfunkrat RTÜK hat im Rahmen der laufenden Ermittlungen gegen die Stadtverwaltung Istanbul (IBB) gegen vier Medienunternehmen Strafen in maximaler Höhe verhängt und gegen einen weiteren Sender eine zehn-tägige Sendepause angeordnet.
Der Hohe Rat für Rundfunk und Fernsehen (RTÜK) hielt heute seine Sitzung ab. Aus der Sitzung gingen verwaltungsrechtliche Sanktionen gegen die Sender Halk TV, Szc TV, Tele1, Now TV und Akıllı TV aufgrund von Sendeverstößen hervor.
In der RTÜK-Sitzung wurde gegen Halk TV aufgrund von Äußerungen des CHP-Abgeordneten für Istanbul, Cemal Enginyurt, der als Gast in der Sendung 'Rota' fluchte und Slang verwendete, eine Strafe in maximaler Höhe verhängt. Zudem wurden die Nachrichtensendung 'Öncesi Sonrası' auf Szc TV sowie die Sendung '18 Dakika' auf Tele1 aufgrund von Aussagen sanktioniert, die sich gegen die islamische Welt richteten und konfessionelle Spannungen schürten.
In einer Erklärung des RTÜK hieß es: "Es wurde festgestellt, dass einige Rundfunkanstalten im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen und Haftbefehlen der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul gegen das Gesetz Nr. 6112 verstoßen haben; es wurde bereits darauf hingewiesen, dass gegen die entsprechenden Sender in der Sitzung des Hohen Rates Strafen in maximaler Höhe verhängt werden würden."
Trotz aller Warnungen werden Rundfunkanstalten, die weiterhin gegen Sendegesetze verstoßen, genauestens beobachtet. In diesem Sinne wurden in der heutigen Sitzung des Hohen Rates Sanktionen in maximaler Höhe gegen die Sendungen 'Çalar Saat' mit İlker Karagöz auf Now TV, 'Rota' mit Kürşad Oğuz und 'Parantez' mit Sorel Dağıstanlı auf Halk TV, 'Para Politika' mit Özlem Gürses auf Szc TV sowie 'Habere Doğru' auf Tele1 verhängt. In den Untersuchungen der RTÜK-Experten wurde festgestellt, dass die Kommentare und Analysen in den genannten Sendungen die Grenzen der Meinungsfreiheit überschritten hätten und versucht worden sei, die Justizbehörden durch Erklärungen zu beeinflussen, die das Vertrauen der Gesellschaft in die Justiz erschüttern könnten. Zudem wurde erklärt, dass durch Aufrufe an die Bürger, auf die Straße zu gehen, die nationale Sicherheit, die öffentliche Ordnung und die öffentliche Sicherheit gefährdet worden seien.
Für die genannten Sendungen wurden aufgrund des Verstoßes gegen die Bestimmung 'darf nicht gegen die Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit, Gerechtigkeit und Unparteilichkeit verstoßen' gemäß Artikel 8 des Gesetzes Nr. 6112 über die Gründung und Rundfunkdienste von Radio- und Fernsehsendern Sendestopps und Geldstrafen in maximaler Höhe verhängt", hieß es.
In der Sitzung des Hohen Rates wurde zudem mitgeteilt, dass gegen Akıllı TV eine 10-tägige Sendepause verhängt wurde, da der Sender gegen die Bestimmung verstieß, wonach 'in Rundfunk- und Fernsehdiensten keine Werbung für Chat-, Freundschafts- und Partnervermittlungsdienste sowie Sendungen, in denen Personen zum Zwecke der Partnersuche vorgestellt und/oder zusammengebracht werden, ausgestrahlt werden darf', sowie gegen die Bestimmung, dass 'in Rundfunk- und Fernsehdiensten keine Produkte, einschließlich Nahrungsergänzungsmitteln und ähnlichen unterstützenden Produkten, unter Verstoß gegen die einschlägigen Rechtsvorschriften mit Gesundheitsversprechen verkauft, vermarktet und/oder beworben werden dürfen'.
Nachrichtenquelle: 12punto
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