Russische Drohnen verletzen diesmal den rumänischen Luftraum: F-16-Kampfjets nacheinander gestartet
Nach Polen wurden nun auch im rumänischen Luftraum unbemannte Luftfahrzeuge (Drohnen) aus Russland gesichtet.
Gegen 18.23 Uhr wurde südwestlich der rumänischen Stadt Tulcea eine russische Drohne von Radarsystemen erfasst. Die Drohne, die die rumänische Luftwaffe in Alarmbereitschaft versetzte, verschwand kurz darauf wieder von den Radarschirmen.
F-16-KAMPFJETS NACHEINANDER GESTARTET
Aufgrund dieser Entwicklung starteten zwei F-16-Kampfjets vom Luftwaffenstützpunkt 86 in Fetești. Das Verteidigungsministerium gab bekannt, dass die Aufgabe der Flugzeuge lediglich die Überwachung des Luftraums sei. Die Jets wurden beauftragt, die Auswirkungen der russischen Angriffe in der Ukraine auf die rumänische Grenze zu beobachten.
Die Möglichkeit, dass die Drohne auf rumänisches Staatsgebiet stürzen könnte, veranlasste auch die lokalen Behörden an der Grenzlinie zum Handeln. Aufgrund des Sicherheitsrisikos wurden die Bürger dazu aufgerufen, Schutz in Gebäuden zu suchen. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass die Situation mittels Radar und Luftpatrouillen kontinuierlich überwacht werde.
POLEN UND NATO-FLUGZEUGE EBENFALLS IM EINSATZ
Die Drohnen-Spannungen wirkten sich auch auf die regionale Sicherheit aus. Polen setzte eigene sowie NATO-Kampfjets in den Gebieten nahe der ukrainischen Grenze ein. Der Flughafen Lublin im Osten Polens wurde aus Sicherheitsgründen vorübergehend für den Flugverkehr gesperrt.
POLEN: KEINE VERLETZUNG DES LUFTRAUMS
Die polnischen Streitkräfte erklärten, dass die Aktivitäten nicht als Reaktion auf eine Luftraumverletzung, sondern als Vorsichtsmaßnahme gegen mögliche Bedrohungen durchgeführt wurden. Es wurde betont, dass der Schutz der Zivilbevölkerung, insbesondere in den Grenzregionen, Priorität habe. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass es während des Vorfalls zu keiner Verletzung des polnischen Luftraums gekommen sei.
RUSSISCHE VERLETZUNG DES POLNISCHEN LUFTRAUMS
Diese Entwicklungen folgen unmittelbar auf einen ähnlichen Vorfall vom 10. September. Polen hatte damals erklärt, dass während der russischen Angriffe auf die Ukraine mehrere Drohnen den eigenen Luftraum verletzt hätten und einige davon abgeschossen worden seien. Moskau hingegen hatte argumentiert, dass sich die Angriffe ausschließlich gegen militärische Ziele in der Ukraine richteten und Polen nicht das Ziel sei. Nach diesen Vorfällen hatte Polen Beschränkungen für den Flugverkehr an der Grenze zu Belarus und der Ukraine eingeführt.
NATO-OPERATION "EASTERN SENTRY"
Nachdem russische Drohnen auf polnisches Gebiet gestürzt waren, hatten NATO-Generalsekretär Mark Rutte und der Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Europa, General Aleksus Grinkevich, den faktischen Beginn der Operation "Eastern Sentry" (Ost-Wächter) bekannt gegeben, die darauf abzielt, die Ostflanke des Bündnisses zu stärken. An der neuen Verteidigungsstruktur werden zahlreiche Länder wie Dänemark, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Deutschland beteiligt sein.
Nachrichtenquelle: 12punto
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