Scharfe Kritik von Mustafa Destici an der Formulierung 'nicht straffällig gewordene PKK-Mitglieder'! Warnung an AKP und MHP
Der Vorsitzende der Großen Einheitspartei (BBP), Mustafa Destici, erklärte, dass der Begriff 'nicht straffällig gewordene PKK-Mitglieder' keine juristische, sondern eine politische Definition sei, und betonte, dass der Staat nicht in die Falle tappen dürfe, Terroristen reinzuwaschen.
Der Prozess der Kommission für nationale Solidarität, Brüderlichkeit und Demokratie, von der erwartet wird, dass sie diese Woche ihre Berichte der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) vorlegt, hat in der Öffentlichkeit ein breites Echo ausgelöst. Die Erklärung des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli: 'Wer auch immer nicht straffällig geworden ist und keine bewaffnete Aktion durchgeführt hat, soll kommen und seine Familie in die Arme schließen', hat die Debatten über eine Amnestie neu entfacht.
Mustafa Destici, Vorsitzender der Großen Einheitspartei (BBP) und kleinerer Partner der Volksallianz (Cumhur İttifakı), schaltete sich über soziale Medien in diese Diskussionen ein und reagierte scharf auf den Ausdruck 'nicht straffällig gewordene PKK-Mitglieder'. Destici hinterfragte, auf welcher rechtlichen Grundlage dieser Ausdruck beruhe, und erinnerte daran, dass die Mitgliedschaft in einer Terrororganisation an sich bereits ein Verbrechen darstelle.
In seiner Erklärung sagte Destici: 'Die Türkei wird mit einem neuen Konzept bekannt gemacht: 'Nicht straffällig gewordene PKK-Mitglieder'. Welchem Verstand entspringt dieser Ausdruck? Wer soll wie feststellen, dass eine Person, die einer der blutigsten Terrororganisationen der Welt angehört, nicht straffällig geworden ist?' Destici betonte, dass das türkische Strafgesetzbuch die Mitgliedschaft in einer bewaffneten Organisation eindeutig als Verbrechen einstuft, und fügte hinzu: 'Welcher Logik entspricht es, wenn jemand, der in den Bergen Waffen trägt, sagt: 'Aber ich bin nicht straffällig geworden'?'
Destici hielt in seiner Erklärung auf seinem X-Account Folgendes fest:
'Die Türkei wird mit einem neuen Konzept bekannt gemacht: 'Nicht straffällig gewordene PKK-Mitglieder'. Welchem Verstand, welchem Recht entspringt der Ausdruck 'nicht straffällig gewordene PKK-Mitglieder'? Wer soll wie und nach welchen unfehlbaren Kriterien feststellen, dass ein Terrorist, der einer der blutigsten Terrororganisationen der Welt angehört, nicht straffällig geworden ist? Oder wird etwa gesagt: 'Die Aussage ist maßgeblich'?
Der eigentlichen Frage wird ausgewichen: Ist die Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation nicht ohnehin ein Verbrechen an sich? Das türkische Strafgesetzbuch ist sehr eindeutig: Gemäß TCK 314 ist die Mitgliedschaft in einer bewaffneten Organisation ein Verbrechen. In unseren Gesetzen gibt es keine 'Grauzone' namens 'straffällig geworden oder nicht'. Warum wird versucht, das 'Recht' zu beugen, nur weil ein Prozess geführt wird? Welcher Logik entspricht es, Raketenwerfer, Kalaschnikows und Minen in den Bergen zu tragen und zu sagen: 'Aber ich bin nicht straffällig geworden'? Als ob diese Bande von Wegelagerern in die Berge gegangen wäre, um Blumen zu pflücken.
Das Urteil ist klar: Die PKK ist eine Terrororganisation. Jeder, der sich dieser Struktur anschließt, sie unterstützt, logistische Hilfe leistet oder Propaganda für sie betreibt, ist Teil dieser Organisation. Die wissentliche und willentliche Beteiligung an einer bewaffneten Terrororganisation und der Eintritt in deren hierarchische Struktur ist ein gesetzliches Verbrechen. Der Ausdruck 'nicht straffällig gewordene PKK-Mitglieder' ist eine Definition, die von der Politik und nicht vom Recht hervorgebracht wurde. Jede Erklärung und jede Regelung, die die Mitgliedschaft in einer Terrororganisation entkriminalisiert, wird ein schwerer Schlag gegen die Gerechtigkeit sein. Kurz gesagt: Der Staat darf nicht in die Falle der 'Terror- und Terroristenreinwaschung' tappen.'
Nachrichtenquelle: 12punto
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