Sinem Dedetaş sendet eindrucksvolle Nachricht aus dem Gefängnis: Wenn ich gewollt hätte, wäre ich nicht hier
Der Vorsitzende der Zafer Partisi, Ümit Özdağ, hat die inhaftierte Bürgermeisterin von Üsküdar, Sinem Dedetaş, sowie den Gründer von Babala TV, Oğuzhan Uğur, im Gefängnis Çorlu Karatepe besucht. Nach dem Besuch übermittelte Özdağ die Nachricht von Dedetaş.
Özdağ erklärte, dass auch Sinem Dedetaş ihre Inhaftierung auf politische Gründe zurückführe und zuvor ihr unterbreitete Angebote abgelehnt habe.
Özdağ äußerte sich wie folgt: „Wir haben uns anschließend mit Frau Sinem (Dedetaş) getroffen. Sie ist guter Dinge. Sie sagte: ‚Ich weiß, dass ich aus politischen Gründen hier bin. Die Öffentlichkeit kennt inzwischen auch die Angebote, die mir gemacht wurden, bevor ich hierher kam. Wenn ich gewollt hätte, wäre ich nicht hier. Aber ich glaube, dass es ein Gebot des Respekts gegenüber den Wählern ist, dass ein Politiker das Mandat, das er von den Wählern erhalten hat, zumindest bis zum Ende der Amtszeit bewahrt. Ich halte meine Haltung für richtig und gerechtfertigt und bin damit zufrieden.‘“
OĞUZHAN UĞUR: ICH WEISS, DASS ICH UNSCHULDIG BIN
Özdağ teilte auch Details seines Gesprächs mit Oğuzhan Uğur mit und berichtete, dass Uğur den Prozess im Gefängnis im Lichte der Erfahrungen seines Vaters bewerte.
Özdağ sagte: „Während unseres Gesprächs mit Herrn Oğuzhan (Uğur) sagte er: ‚Mein Vater saß 5 Jahre und 8 Monate lang aufgrund einer Verschwörung der FETÖ-Terror- und Spionageorganisation im Gefängnis, weil er sein ganzes Leben lang gegen den PKK-Terror gekämpft hat, und wurde schließlich freigesprochen. Ich kann mich über meine eigene Situation nicht beschweren, schon allein deshalb, weil ich mich vor meinem Vater schämen würde. Ich weiß, dass ich unschuldig bin, und ich glaube, dass auch die Öffentlichkeit weiß, dass ich unschuldig bin. Mit dieser Gewissheit versuche ich, meine Tage hier so gesund wie möglich zu verbringen.‘ Ich habe ihn bei guter Moral erlebt. Sein Selbstvertrauen war aus dem genannten Grund hoch.“
„DIESER BESUCH ZEIGT UNSERE VERBUNDENHEIT MIT ARTIKEL 10 UNSERER VERFASSUNG“
Özdağ erläuterte den Grund für den Besuch und verwies auf Artikel 10 der Verfassung, der die Gleichheit vor dem Gesetz regelt.
Özdağ erklärte: „Wir wissen leider, dass der Satz ‚Die Gerechtigkeit ist das Fundament des Staates‘ heute nur noch eine Wandinschrift hinter den Gerichten ist, aber keine Staatsphilosophie mehr. Unser Kampf besteht darin, die Gerechtigkeit in der Politik wieder zum Fundament des Staates zu machen und den Rechtsstaat wiederherzustellen. Der Grund, warum ich diesen Besuch heute hier durchführe, ist, unsere Verbundenheit mit Artikel 10 unserer Verfassung als Partei und als Individuen zu zeigen. Was sein sollte, ist, dass wir alle, wie in Artikel 10 der Verfassung dargelegt, vor dem Gesetz gleich sind – ungeachtet unserer Meinung, unserer Ansichten, unserer politischen Zugehörigkeit, unserer Philosophie, unserer Partei oder unserer Auffassung. Wir kämpfen für eine Türkei, in der dieser Grundsatz verwirklicht wird. Wir kämpfen dafür, die Türkei Atatürks wiederherzustellen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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