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Sitzordnung von Tom Barrack und Yaşar Güler sorgt für Empörung: „Ein Kolonialgouverneur?“

Die Sitzordnung bei einem Treffen zwischen Verteidigungsminister Yaşar Güler und dem US-Botschafter in Ankara, Tom Barrack, hat für heftige Kritik gesorgt. Sowohl von der CHP als auch aus den Reihen der AKP gab es scharfe Stellungnahmen.

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Sitzordnung von Tom Barrack und Yaşar Güler sorgt für Empörung: „Ein Kolonialgouverneur?“

Ein kritisches Treffen in Ankara ist aufgrund der Sitzordnung zum Gegenstand einer Debatte geworden. Verteidigungsminister Yaşar Güler empfing den US-Botschafter in Ankara, Tom Barrack. Dass Barrack jedoch in einem Einzelsessel saß, während Minister Güler auf den seitlichen Sesseln Platz nahm, löste in den sozialen Medien und in der Politik große Empörung aus.

Das Foto des Treffens zwischen Minister Güler und Barrack rückte in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Darstellung, in der Barrack nicht wie ein Gast, sondern wie ein Gastgeber wirkte, stieß auf scharfe Kritik.

 

KRITIK VON DER CHP LÄSST NICHT LANGE AUF SICH WARTEN

Nach dem Treffen erklärte der stellvertretende CHP-Vorsitzende Murat Bakan zu dem Foto: „Als Bürger dieses Landes bin ich sowohl traurig als auch wütend.“ Bakan betonte, dass dieses Bild der Ernsthaftigkeit der Vertretung der Republik Türkei und dem Protokoll schade.

Bakan erklärte: „Ein Minister der Republik Türkei muss Diplomatie und persönliche Vertrautheit voneinander trennen. Zwischenstaatliche Beziehungen werden nicht durch Vertrautheit oder Höflichkeit geführt, sondern durch Protokoll und das Prinzip der Gleichheit. Das, was man Protokoll nennt, ist keine Formalität; es ist das Maß, das das Gewicht des Amtes, die Gleichheit der Parteien und die Ernsthaftigkeit des Staates nach außen hin zeigt.“ Er fügte hinzu, dass die Sitzordnung die Souveränität und das Ansehen der Türkei beschädigt habe.

EIN AUSLÄNDISCHER VERTRETER KANN KEIN „GASTGEBER“ SEIN

Murat Bakan setzte seine Erklärung wie folgt fort:

„Wenn das Treffen im Amtssitz des Verteidigungsministeriums stattfindet und der Verteidigungsminister der Türkei in seinem eigenen Amt, unter seiner eigenen Flagge und in seiner eigenen Institution den Eindruck erweckt, ‚an den Rand gedrängt‘ worden zu sein, dann können wir das nicht einfach als ‚schlechtes Foto‘ abtun. Dort liegt kein Fehler in der Bildkomposition vor, sondern ein Bild, das der staatlichen Ernsthaftigkeit schadet.“

AUCH KRITIK AUS DER AKP

Der AKP-Politiker Şamil Tayyar erklärte auf seinem Social-Media-Account, das Foto sei „sehr verletzend“ und sagte: „Der Botschafter hat unsere Delegation empfangen, als wäre er der Staatspräsident oder der Premierminister! Eine solche Sitzordnung gibt es nicht, das ist sehr verletzend. Wenn schon, dann hätten Sie es nicht veröffentlichen sollen.“

„EIN KOLONIALGOUVERNEUR?“

Auch der Journalist Alican Uludağ kritisierte die Sitzordnung von Barrack und fragte: „Ist Tom Barrack ein Kolonialgouverneur? Steht er über dem Verteidigungsminister? Was ist das für eine Sitzordnung?“


Nachrichtenquelle: 12punto

Yaşar Güler Tom Barrack