Skandal im Tierheim der MHP-geführten Stadtverwaltung Gümüşhane: Hunde verhungert und verdurstet!
Aufnahmen aus einem Tierheim der MHP-geführten Stadtverwaltung Gümüşhane haben in der Öffentlichkeit für Empörung gesorgt. Es wird behauptet, dass zahlreiche Hunde aufgrund von Hunger und Durst verendet sind, während die Reaktionen von Tierschützern immer heftiger ausfallen.
Aufnahmen aus dem städtischen Tierheim in Gümüşhane haben in den sozialen Medien für großes Aufsehen gesorgt. In den Videos, die der Tierschützer Mahmut Tonyalı am Morgen bei einem Besuch im Tierheim aufnahm, ist zu sehen, dass die Futter- und Wassernäpfe völlig leer waren und viele Hunde ihr Leben verloren hatten.

Tonyalı, der die Missstände im Tierheim aufdeckte, erklärte, dass die Tiere ihrem Schicksal durch Hunger und Durst überlassen wurden, es an ausreichendem Personal fehle und die Lebewesen regelrecht dem Tod geweiht seien. Mit den Worten „Die Lage ist katastrophal“ rief Tonyalı die Behörden zu einem sofortigen Eingreifen auf. Nach der Verbreitung der Bilder in den sozialen Medien wuchs der öffentliche Druck.

„ICH HABE GESEHEN, WIE EIN TIER VOR DURST DEN URIN EINES ANDEREN TIERS TRANK“
Tonyalı schilderte seine Erlebnisse mit folgenden Worten:
Mahmut Tonyalı gab an, dass er am Morgen zum Tierheim gegangen sei, ihm der Zutritt zunächst verwehrt wurde und er auf einem anderen Weg hineingelangte. Er beschrieb die Szenerie, die er im Inneren vorfand, wie folgt:
„Ich bin am Morgen zum Tierheim gegangen, zuerst ließen sie mich nicht hinein. Also bin ich auf einem anderen Weg hineingegangen und habe gesehen, dass alle Tiere durstig waren und 8 bis 10 Tiere bereits verendet waren. In keinem ihrer Näpfe war Wasser, es gab kein Futter. Es gab ein Tier – ich konnte es nicht filmen –, ich habe gesehen, wie ein Tier den Urin eines anderen Tiers trank. Die Lage war derart katastrophal. Es gibt dort einen Mitarbeiter; als ich fragte: ‚Warum gebt ihr kein Wasser?‘, behauptete er, er würde Wasser geben, aber es war keines da. Als er mich sah, fing er an, Wasser zu geben.
Ich bin keine oppositionelle Person. Ich tue dies um Gottes Willen. Die Lage in Gümüşhane ist katastrophal, die Situation im Tierheim ist katastrophal. Ich habe die Aufnahmen in 3-4 Räumen gemacht, dort gibt es fast 20 Räume. Die Tiere schreien vor Hunger und Durst um Hilfe. Dafür braucht es eine Lösung; eure Aufgabe ist es nicht, die Tiere im Tierheim einzusperren und sie sterben zu lassen. Die Lage ist sehr schlimm, wie viele Tiere dort verendet sind. Die meisten Tiere haben Räude, sie haben Wunden. Man sieht, wie sie sich gegenseitig zerfleischen. Als ich diese Bilder aufnahm, fing ich an zu weinen. Was ich jetzt aufgenommen habe, ist nicht einmal 1 Prozent. Die Bürger in der Türkei glauben, dass diese Tiere in den Tierheimen versorgt werden, glauben Sie das bloß nicht, sie spritzen sie tot. Selbst wenn Sie ein krankes Tier sehen, schicken Sie es nicht ins Tierheim, lassen Sie es vor Ort, das ist besser.“

STADTVERWALTUNG BESTREITET, GOUVERNEMENT LEITET UNTERSUCHUNG EIN
In einer Erklärung der Stadtverwaltung Gümüşhane wurde behauptet, dass die erhobenen Vorwürfe nicht der Wahrheit entsprächen. Das Gouvernement Gümüşhane kündigte hingegen an, eine Untersuchung zu den Vorfällen eingeleitet zu haben.
Nachrichtenquelle: İHA
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