Skandalvorwurf nach „Gelbes Serum“-Tragödie: Arzt war offenbar ohne Diplom!
Ein 38-jähriger Patient, der wegen einer Grippe eine Privatklinik aufsuchte, war nach der Verabreichung eines sogenannten „gelben Serums“ verstorben. Es wird behauptet, dass einem der Teilhaber der Klinik das Diplom per Gerichtsbeschluss entzogen wurde, weil er das Blut eines alkoholisierten Autofahrers ausgetauscht hatte.
In Afyonkarahisar ist ein neues Detail über die Klinik bekannt geworden, in der einem 38-jährigen Patienten nach der Verabreichung eines sogenannten „Atom“-Serums – im Volksmund als „gelbes Serum“ bekannt – schlecht wurde und der daraufhin im Krankenhaus verstarb.
Es wird behauptet, dass einem der Teilhaber der Klinik das Diplom entzogen wurde, nachdem er 2022 während seiner Tätigkeit in einem staatlichen Krankenhaus das Blut eines alkoholisierten Geschäftsmannes ausgetauscht hatte und deswegen angeklagt worden war.
Der Vorfall ereignete sich am 13. Januar in einer Privatklinik im Stadtzentrum. Berichten zufolge suchte der 38-jährige Mehmet Gündoğan, zweifacher Familienvater und Inhaber eines Unternehmens in der Möbelbranche, der sich auf eine Umra-Reise vorbereitete, die Klinik wegen einer Grippe auf. Dort wurde Gündoğan ohne vorherige Untersuchung das „gelbe Serum“ verabreicht.
VORWURF: „KEINE HILFE GELEISTET“
Gündoğan gab jedoch kurz vor Ende der Infusion an, Atembeschwerden zu haben, und sein Zustand verschlechterte sich rapide. Berichten zufolge konnten die Klinikmitarbeiter Gündoğan daraufhin nicht medizinisch versorgen.

Etwa 10 Minuten später bemerkte ein Freund, der Gündoğan als Begleitperson begleitete, dessen kritischen Zustand und rief die Notrufzentrale 112 um Hilfe.
Gündoğan wurde mit einem Krankenwagen in das staatliche Krankenhaus von Afyonkarahisar gebracht und nach einer Erstversorgung auf die Intensivstation verlegt. Dort verstarb er jedoch nach 20 Stunden.
DIPLOM DES ARZTES, DER IN EINEM PROZESS MIT 7 ANGEKLAGTEN STAND, WURDE ENTZOGEN
Ein Vorwurf im Zusammenhang mit der Klinik, in der sich der Vorfall ereignete, sorgt für Fassungslosigkeit.

Es wird behauptet, dass einer der Teilhaber der Klinik der Arzt ist, gegen den wegen des Vorwurfs ermittelt wurde, das Bluttest-Ergebnis eines Geschäftsmannes namens B.B. manipuliert zu haben, nachdem dieser nach einem alkoholbedingten Verkehrsunfall in ein staatliches Krankenhaus eingeliefert worden war.
Der Arzt namens Mert B. war einer von sieben Angeklagten in dem Verfahren vor dem 2. Schwurgericht von Afyonkarahisar und war bereits zuvor in die Schlagzeilen geraten, weil ihm nach dem Prozess die ärztliche Approbation entzogen wurde.
NAME VOM SCHILD ENTFERNT, ABER WEITERGEARBEITET
Es wurde angegeben, dass Mert B. im Rahmen einer laufenden Verwaltungsuntersuchung während seines Prozesses vom Dienst im staatlichen Krankenhaus entbunden wurde. Nach dem Entzug seiner Approbation soll Mert B. gemeinsam mit einem anderen Arzt die Klinik im Stadtteil Uydukent eröffnet und den Betrieb aufgenommen haben.

Nachdem das Diplom von Mert B. per Gerichtsbeschluss für ungültig erklärt wurde, soll sein Name nach Beschwerden bei der Gesundheitsdirektion zwar vom Praxisschild entfernt worden sein, er habe jedoch weiterhin unter dem Titel „Arzt“ dort gearbeitet.
Unterdessen wurde mitgeteilt, dass die von der Gesundheitsdirektion eingeleitete Untersuchung zu dem tragischen Vorfall andauert.
Nachrichtenquelle: 12punto
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