Sneijder weist „Comanchero“-Vorwürfe zurück: „Alles war legal“
Der ehemalige Galatasaray-Spieler Wesley Sneijder hat Berichte, wonach er ein „stiller Teilhaber“ der kriminellen Organisation Comanchero sei, als unwahr bezeichnet und gefordert, seinen Namen aus diesen Meldungen zu entfernen.
Der ehemalige Spieler von Galatasaray und der niederländischen Fußballnationalmannschaft, Wesley Sneijder, hat die Vorwürfe zurückgewiesen, er sei ein „stiller Teilhaber“ der kriminellen Organisation Comanchero.
Wie Yusuf Özkan von BBC Türkçe berichtet, kündigte Sneijder rechtliche Schritte gegen einige Medienhäuser in der Türkei an, die diese Behauptungen verbreitet hatten. „Alles wurde überprüft. Alles, was wir getan haben, war vollkommen legal“, erklärte er.
In einem Bericht in der Türkei, der sich auf einen Bericht des Finanzkriminalitäts-Untersuchungsrats (MASAK) stützte, war behauptet worden, Sneijder sei in „Geldwäscheaktivitäten“ der internationalen organisierten Kriminalitätsgruppe Comanchero verwickelt. Zudem wurde behauptet, Wesley Sneijder sei ein stiller Teilhaber eines Bauunternehmens, das einem Geschäftsmann gehört, der im Rahmen der Comanchero-Operation festgenommen wurde.
Gegenüber niederländischen Medien erklärte Sneijder, dass diese Berichte nicht der Wahrheit entsprächen. Der ehemalige Fußballer äußerte sich enttäuscht über die Berichterstattung und sagte: „Ich möchte nur, dass mein Name aus diesen Berichten in der Türkei entfernt wird. Denn das ist Verleumdung.“ MASAK hat sich zu dem Thema bisher nicht geäußert.
Wesley Sneijder erklärte, dass er während seiner Zeit bei Galatasaray zwischen 2013 und 2017 in ein Bauunternehmen investiert habe: „Die Geschäfte in dem Unternehmen, an dem ich Anteile erwarb, liefen nicht gut. Der Bau wurde gestoppt. Ich wollte meine Investition zurückhaben, aber es kam nichts dabei heraus.“ Sneijder, der hinzufügte, dass ihn dies „einige Millionen Euro gekostet“ habe, fuhr fort: „Ich besitze alle Dokumente zur offiziellen Übertragung der Anteile. Alle Finanztransaktionen sind akribisch nachvollziehbar.“
WAS WAR PASSIERT?
Bei einer Operation in der Türkei im November wurde der flüchtige Anführer der Comanchero, Hakan Reis (der seinen Nachnamen von „Ayık“ in „Reis“ geändert hatte), der in Australien wegen mutmaßlichen Drogenhandels gesucht wurde, zusammen mit 36 weiteren Personen festgenommen.
Von den Verdächtigen wurden 18 Personen, darunter Hakan Reis, inhaftiert. Führende Mitglieder der Comanchero-Organisation werden weltweit der Geldwäsche, des Drogen- und Waffenhandels, der Tötungsdelikte sowie der Erpressung beschuldigt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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