20 Jahre Haft gefordert: Social-Media-Phänomen Onur Elmas arbeitete mit dem „Kafalar“-Team
Gegen sieben Personen, darunter das Social-Media-Phänomen Onur Elmas, wurde Anklage wegen „qualifizierten Betrugs“ erhoben. Ihnen wird vorgeworfen, unter dem Deckmantel des Verkaufs und der Vermarktung von Teilzeitwohnrechten (Timesharing) zahlreiche Menschen betrogen zu haben; es drohen bis zu 20 Jahre Haft.
Tevfik Ç. (64) gab an, im März 2022 von einer siebenköpfigen Bande, zu der auch das Phänomen Onur Elmas (26) gehörte, per Mobiltelefon kontaktiert worden zu sein. Unter dem Vorwand, sein Teilzeitwohnrecht zu einem weit über dem Marktwert liegenden Preis an arabische Touristen verkaufen zu können, wurde er in ein Büro in Ataşehir gelockt. Tevfik Ç. zahlte 5.000 TL an Muhammet Faruk A. (23) und Umut Ş. (25), die behaupteten, eine Vollmacht zu benötigen. Muhammet Faruk A. und Umut Ş. nahmen Tevfik Ç. das Telefon ab, eröffneten Konten bei zwei Banken und nahmen ohne seine Zustimmung Kredite in Höhe von insgesamt 90.000 TL auf. Als Tevfik Ç. den Betrug bemerkte, erstattete er Anzeige. Die Generalstaatsanwaltschaft von Anadolu leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren ein.
"IMMOBILIEN AN ARABER..."
Der Angeklagte Onur Elmas erklärte in seiner polizeilichen Aussage, er habe im März 2020 die Firma CSR Paroni Medya gegründet, deren alleiniger Geschäftsführer er sei. Er habe über eine Website Werbedienstleistungen erbracht und die Aktivitäten aufgrund der Beschwerden eingestellt. Elmas bestritt die Vorwürfe und gab an, keine Immobilien an arabische Touristen vermarktet zu haben. Er habe die Namen der anderen Verdächtigen zwar gehört, aber keine geschäftlichen Beziehungen zu ihnen unterhalten.
In der von der Generalstaatsanwaltschaft Anadolu erstellten Anklageschrift wird festgehalten, dass unter dem Namen CSR Paroni Medya Prodüksiyon Gayrimenkul Danışmanlık Limited Şirketi gezielt Eigentümer von Teilzeitwohnrechten ermittelt wurden. Diese seien mit dem Versprechen, ihre Objekte zu hohen Preisen an arabische Touristen zu verkaufen, in Büros gelockt worden, um ihnen unter dem Deckmantel von Werbegebühren Geld abzunehmen. Bei Personen, die kein Bargeld hatten oder besonders leichtgläubig waren, seien die Mobiltelefone entwendet und per Mobile-Banking Kredite aufgenommen worden. Diese Handlungen seien unter dem Deckmantel einer legalen Geschäftstätigkeit und durch das Aufsetzen von Verträgen verschleiert worden. Auf diese Weise seien über die Mobile-Banking-Anwendungen der beiden Privatbankkonten des Geschädigten Kredite in Höhe von 56.000 TL und 34.000 TL, insgesamt also 90.000 TL, aufgenommen worden, um sich unrechtmäßig zu bereichern.
In der Anklageschrift wird für die sieben Angeklagten, darunter Onur Elmas, wegen „qualifizierten Betrugs“ eine Freiheitsstrafe von 6 bis 20 Jahren gefordert. Die Anklageschrift wurde vom zuständigen Gericht angenommen.
Nachrichtenquelle: İHA
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