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Sozialistische Autorin und Übersetzerin Sevim Belli ist im Alter von 100 Jahren verstorben

Die Autorin und Übersetzerin Sevim Belli, eine bedeutende Persönlichkeit der türkischen sozialistischen Bewegung, ist im Alter von 100 Jahren gestorben. Informationen zur Beisetzung werden in den kommenden Tagen erwartet.

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Sozialistische Autorin und Übersetzerin Sevim Belli ist im Alter von 100 Jahren verstorben

Die Übersetzerin und Autorin Sevim Belli, eine Symbolfigur der türkischen sozialistischen Bewegung, ist im Alter von 100 Jahren verstorben. Wie bekannt wurde, stehen die Einzelheiten zur Beisetzung noch nicht fest. 

Laut einem Bericht von Evrensel wurde Belli 1925 in Istanbul geboren. Nach ihrem Abschluss an der Medizinischen Fakultät der Universität Istanbul ging sie in die USA und begann anschließend eine Facharztausbildung in Paris.

Während des 3. Weltfestivals der Jugend und Studenten, an dem sie von dort aus teilnahm, lernte sie im August 1951 in Berlin Nâzım Hikmet kennen und übernahm die Aufgabe als Kurierin zwischen den Auslands- und Inlandsfunktionären der TKP. Nachdem sie auf diesem Weg in die Türkei gereist war, wurde sie bei ihrer Rückkehr von Istanbul nach Paris festgenommen. Daraufhin wurde eine groß angelegte Operation gegen die TKP eingeleitet.

Im Zuge der sogenannten „51er-Verhaftungen“ wurde sie in Gewahrsam genommen und gemeinsam mit den Mitgliedern des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Türkei – Şefik Hüsnü Değmer, Zeki Baştımar, Reşat Fuat Baraner, Mehmet Bozışık, Halil Yalçınkaya und Mihri Belli – inhaftiert. Im Jahr 1957 heiratete sie im Gefängnis den TKP-Funktionär Mihri Belli.

Da Ärzten, die wegen kommunistischer Aktivitäten verurteilt wurden, das Recht zur Berufsausübung entzogen wurde, verließ sie 1964 mit ihren Kindern das Land, um in Algerien als Ärztin zu arbeiten. 1966 kehrte sie in die Türkei zurück.

Während der Zeit des 12. März wurde sie erneut verhaftet und verbrachte drei Jahre im Gefängnis. Nach dem Militärputsch vom 12. September ging sie erneut ins Ausland. Ihre Memoiren hielt sie in dem Buch „Boşuna Mı Çiğnedik“ (Haben wir es umsonst zertreten) fest.


Nachrichtenquelle: 12punto

Sevim Belli Sozialistische Bewegung