Staatliche Unterstützung für Coca-Cola! Dabei hatten das Parlament, AKP-Gemeinden und die Agrarkreditgenossenschaft zum Boykott aufgerufen
Aufgrund der israelischen Angriffe auf den Gazastreifen boykottieren viele Bürger Coca-Cola und zahlreiche andere kohlensäurehaltige Getränke mit der Begründung, es handele sich um 'israelische Produkte'. Auch das türkische Parlament (TBMM), die Tarım Kredi-Märkte und von der AKP geführte Gemeinden unterstützen diesen Boykott. Zuletzt wurde jedoch durch im Amtsblatt veröffentlichte Daten bekannt, dass Coca-Cola staatliche Förderungen erhalten hat.
In der Türkei boykottieren viele öffentliche Einrichtungen und Bürger Coca-Cola und die damit verbundenen kohlensäurehaltigen Getränke mit der Begründung, es handele sich um 'israelische Produkte'. Den im Amtsblatt veröffentlichten Dokumenten zufolge hat Coca-Cola jedoch zuletzt staatliche Unterstützung erhalten.
FÖRDERUNG UND BOYKOTT ZUGLEICH
Wie Mustafa Kömüş von BirGün berichtet, erhielt Coca-Cola İçecek AŞ für eine Investition in Höhe von 590 Millionen 793 Tausend TL eine staatliche Förderung.
Die für die Herstellung kohlensäurehaltiger Getränke gewährten Anreize umfassen: Befreiung von Zöllen, Mehrwertsteuerbefreiung, Übernahme der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung für 5 Jahre, 60 Prozent Steuerermäßigung und eine Investitionsbeitragsquote von 25 Prozent. Die Coca-Cola gewährten Anreize stachen dabei besonders hervor. Nach den in jüngster Zeit verstärkten Angriffen Israels auf die Hamas hatten viele öffentliche Einrichtungen Coca-Cola boykottiert. Zuletzt hatte das türkische Parlament (TBMM) Coca-Cola-Produkte von seinen Speisekarten gestrichen, um Israel zu boykottieren.
ERMITTLUNGSVERFAHREN WEGEN FETÖ
Das Unternehmen, das neben Coca-Cola auf der Liste am meisten Aufmerksamkeit erregte, war Elvan Gıda. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Hidayet Kadiroğlu, war 2018 Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens wegen Verbindungen zur FETÖ. Kadiroğlu wurde beschuldigt, zusammen mit 7 Unternehmen Geld bei der Bank Asya eingezahlt zu haben. Kadiroğlu, der dem Haftrichter vorgeführt wurde, kam gegen eine Kaution von 1 Million TL und unter Auflagen der richterlichen Kontrolle frei. Die dem Unternehmen vom Staat gewährten Anreize sind wie folgt: Befreiung von Zöllen, Mehrwertsteuerbefreiung, Übernahme der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung für 10 Jahre, 90 Prozent Steuerermäßigung und eine Investitionsbeitragsquote von 50 Prozent.
STEUERBEFREIUNG FÜR EINEN FREUND VON BİNALİ YILDIRIM
Auch das Unternehmen 15 Temmuz Denizcilik, dessen Vorstandsvorsitzender Salih Zeki Çakır ist, der in der Öffentlichkeit als Freund von Binali Yıldırım bekannt ist, steht auf der Liste. Das Unternehmen profitierte für eine Investition in Höhe von 30,7 Millionen TL von Anreizen wie Zollbefreiung, Mehrwertsteuerbefreiung und der Übernahme der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung.
Nachrichtenquelle: 12punto
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