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Staatsanwaltschaft beantragt Haftbefehl gegen 20 Personen, darunter İnan Güney: Die Struktur namens 'Sistem'

Die Überstellungsakte der Staatsanwaltschaft gegen den Bürgermeister von Beyoğlu, İnan Güney, und 19 weitere Verdächtige, die im Rahmen der Korruptionsermittlungen bei der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) festgenommen und dem Bereitschaftsgericht mit dem Antrag auf Untersuchungshaft vorgeführt wurden, liegt vor.

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Staatsanwaltschaft beantragt Haftbefehl gegen 20 Personen, darunter İnan Güney: Die Struktur namens 'Sistem'

In der Überstellungsakte wird für Güney die Untersuchungshaft wegen des Vorwurfs der "Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung" sowie des "Betrugs zum Nachteil öffentlicher Institutionen und Organisationen" gefordert.

In der Akte wird behauptet, dass Güney einigen Verdächtigen unrechtmäßig Aufträge für Außenwerbung erteilt und als Vermittler bei der Vergabe von Werbeaufträgen an bestimmte Unternehmen fungiert habe. Es wird darin bewertet, dass er "insbesondere dem Unternehmen 3K, dessen faktischer Teilhaber sein enger Freund, der Verdächtige Serkan Öztürk ist, Aufträge zuschob, indem er seine Beziehungen aus seiner früheren Tätigkeit als Geschäftsführer bei einer Tochtergesellschaft der Stadtverwaltung Beşiktaş nutzte".

In der Akte wird behauptet, dass Güney während seiner Zeit als Geschäftsführer von BELTAŞ und als Bürgermeister von Beyoğlu für die unrechtmäßige Auftragsvergabe inoffizielle Bargeldzahlungen entgegengenommen und unrechtmäßige Aufträge an Unternehmen vergeben habe, die auf Namen seiner Angehörigen gegründet wurden.

In der Akte wird weiter behauptet, dass Güney in Zusammenarbeit mit Murat Ongun und Kağan Sürmegöz eine Rolle bei der Erzielung unrechtmäßiger Gewinne durch unrechtmäßige und direkte Auftragsvergabeprozesse im Bereich der Außenwerbung gespielt habe. Dadurch sei der kriminellen Vereinigung ein unrechtmäßiger Gewinn in Millionenhöhe entstanden und ein Schaden für die Öffentlichkeit verursacht worden.

DIE STRUKTUR NAMENS SİSTEM

In der Überstellungsakte wird behauptet, dass Güney dazu beigetragen habe, die unrechtmäßig erlangten Gewinne durch Scheinrechnungen in Bargeld umzuwandeln und an die Struktur weiterzuleiten, die die kriminelle Vereinigung "SİSTEM" nenne, um so die Organisation zu finanzieren.

Aufgrund der Tatsachen, die auf einen dringenden Tatverdacht hinsichtlich der ihm zur Last gelegten Straftaten hinweisen, sowie wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr wurde seine Inhaftierung wegen "Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung" und "Betrug zum Nachteil öffentlicher Institutionen und Organisationen" beantragt.

In der Überstellungsakte wird behauptet, dass Veysel Eren Güven, der Personenschützer von Güney, und dessen Schwager İbrahim Akkaya gemeinsam mit İnan Güney gehandelt hätten, als es darum ging, unrechtmäßig Aufträge für Außenwerbung an bestimmte Personen und Unternehmen zu vergeben, inoffizielle Bargeldzahlungen für diese Aufträge entgegenzunehmen und unrechtmäßige Aufträge an Unternehmen zu vergeben, die auf Namen von Angehörigen gegründet wurden.

Bezüglich des Verdächtigen İbrahim Can Yaman, einem Verwandten von Murat Ongun, heißt es in der Überstellungsakte: "Er habe auf Anweisung von Emrah Bağdatlı Unternehmen gegründet oder mit seinem bestehenden Unternehmen gemeinsam mit anderen Verdächtigen, die Angebote für Ausschreibungen abgaben, gehandelt, um unrechtmäßige Aufträge und Ausschreibungen von der İBB und deren Tochtergesellschaften zu erhalten. Er habe eine Rolle dabei gespielt, unrechtmäßige Gewinne zu erzielen, indem er durch fingierte Angebote bei 'maßgeschneiderten' Ausschreibungen den Zuschlag für sich und andere Verdächtige sicherte."

Über den Verdächtigen Mahir Gün heißt es in der Akte: "Er sei Mitglied einer unter der Schirmherrschaft von Murat Ongun gegründeten Social-Media-Gruppierung, die als 'Trolle' bezeichnet wird. Auf Anweisung von Ongun habe er durch das Erstellen oder Verbreiten von Falschmeldungen im Sinne der kriminellen Vereinigung versucht, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Er habe eine aktive Rolle bei der Verbreitung irreführender Informationen gespielt, indem er nicht existierende Ereignisse als real darstellte, um die staatlichen Organe zu diskreditieren und die Bevölkerung gegen den Staat aufzuhetzen."

Für Gün wurde die Untersuchungshaft wegen "öffentlicher Verbreitung irreführender Informationen" und "Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung" beantragt.

In der Überstellungsakte wurde zudem für die anderen 18 Verdächtigen die Untersuchungshaft wegen "Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung" und "Betrug zum Nachteil öffentlicher Institutionen und Organisationen" gefordert.


Nachrichtenquelle: 12punto

İnan Güney IBB Murat Ongun