Stiftungen nahe der AKP fordern Militäroperation in Syrien
Während die Kämpfe in Syrien nach der Eroberung Aleppos durch dschihadistische Gruppen wieder aufflammen, haben die Debatten über die Grenzsicherheit der Türkei und eine mögliche Operation in der Region Tel Rifat an Dynamik gewonnen. Die der AKP nahestehende SETA-Stiftung argumentiert, dass die neuen Dynamiken vor Ort der Türkei eine Gelegenheit bieten, und fordert eine Militäroperation.
Die von dschihadistischen Gruppen in Syrien gestarteten Angriffe haben nach Jahren wieder zu intensiven Kämpfen geführt. Die Gruppen, die die Kontrolle über Aleppo übernommen haben, setzen ihren Vormarsch in der Region fort. Diese Entwicklungen haben zu einer Neupositionierung der Machtverhältnisse im Land geführt.
Russland, einer der größten Unterstützer des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, ist auf den Krieg in der Ukraine fokussiert und hat bei der Reaktion auf die Angriffe der Dschihadisten gezögert. Schiitische Gruppen wie der Iran und die Hisbollah sind durch die intensiven Angriffe Israels geschwächt.
In diesem Prozess begannen einige Kreise in der Türkei, Karten zu teilen, die Aleppo innerhalb der türkischen Grenzen zeigen. Unterdessen intensiviert Außenminister Hakan Fidan seine Telefondiplomatie und setzt seine Kontakte bezüglich der Lage in der Region fort.
RUFE NACH EINER OPERATION IN TEL RIFAT
Die der AKP nahestehende SETA-Stiftung argumentierte in einem Dossier zu den Konflikten in Syrien, dass die Türkei eine Operation in der Region Tel Rifat durchführen sollte. Can Acun, Außenpolitik-Forscher bei SETA, erklärte, dass dieser Schritt sowohl die Grenzsicherheit der Türkei gewährleisten als auch den Druck auf Aleppo erhöhen würde:
"Die Türkei sollte ihre militärische und politische Position auf Basis der neuen Realitäten vor Ort revidieren. Eine Operation gegen Tel Rifat würde der nationalen Sicherheit dienen, indem sie die Präsenz der PKK eliminiert. Zudem könnte sie Auswirkungen haben, die die Nordfront von Aleppo stärken."
'USA SIND NICHT INVOLVIERT, DIE BEDINGUNGEN SIND GÜNSTIG'
Ömer Özkizilcik, Direktor für türkische Studien bei OMRAN, argumentierte ebenfalls, dass der Boden für eine Operation in Tel Rifat bereitet sei, und merkte Folgendes an:
"Die USA erkennen die YPG-Präsenz in Tel Rifat nicht an und interessieren sich nicht für die Region. Russland, der Iran und das Assad-Regime sind nicht in der Lage, eine solche Operation zu verhindern. Die Säuberung von Tel Rifat vom Terror würde die Vervollständigung der Nordfront von Aleppo bedeuten. Diese Entwicklung könnte auch den Boden für die Rückkehr von über 1 Million Flüchtlingen aus der Türkei bereiten."
Nachrichtenquelle: 12punto
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