Strafanzeige bei der Generalstaatsanwaltschaft wegen der „Öffnungskommission“! „Verfassungswidrig, Parteien sollen verboten werden“
Die Vorsitzenden der Doğru Parti, Rifat Serdaroğlu und Cezmi Orkun, haben bei der Generalstaatsanwaltschaft des Kassationshofs Strafanzeige erstattet, mit der Begründung, dass die im Parlament eingerichtete Kommission für nationale Solidarität, Brüderlichkeit und Demokratie verfassungswidrig sei. Es wurde die Einleitung von Verbotsverfahren gegen die Parteien gefordert, die Mitglieder in diese Kommission entsandt haben.
Der ehemalige Staatsminister für Gesundheit und Zoll sowie Vorsitzende der Doğru Parti, Rifat Serdaroğlu, und der stellvertretende Vorsitzende Cezmi Orkun werden bei der Generalstaatsanwaltschaft des Kassationshofs Strafanzeige gegen die Parteien erstatten, die Mitglieder in die im Rahmen des neuen Öffnungsprozesses im Parlament eingerichtete Kommission entsandt haben.
Wie der Sözcü-Kolumnist Saygı Öztürk berichtet, wird in der Petition erklärt, dass die Kommission für nationale Solidarität, Brüderlichkeit und Demokratie einen Verfassungsverstoß darstelle.
Auszüge aus der Petition lauten wie folgt:
„Das eigentliche Ziel der AKP-MHP-DEM-Allianz ist es, Abdullah Öcalan vom Status eines Verurteilten zur politischen Führungspersönlichkeit zu befördern und ihn zu legitimieren. Diese Kommission, die unter dem Deckmantel der ‚nationalen Solidarität‘ den Nationalstaat zerstören und unter dem Vorwand von ‚Brüderlichkeit und Demokratie‘ den Boden für eine Föderation bereiten könnte, sollte eigentlich als ‚Kommission zur Begehung von Straftaten‘ bezeichnet und von der türkischen Justiz untersucht werden.“
In der Petition, in der darauf hingewiesen wird, dass die Kommission keine rechtliche Grundlage habe, heißt es weiter:
„Die Kommission hat keinerlei rechtliche Qualität. Niemand kann eine Befugnis ausüben, die ihre Quelle nicht in der Verfassung hat. Die Einrichtung dieser Kommission, in der die Forderungen der PKK erörtert werden sollen, ist verfassungswidrig. Dass die Forderungen der Terrororganisation PKK im Parlament diskutiert werden, ist ein Diktat der USA und Großbritanniens. Das eigentliche Ziel dieser Länder ist es, zunächst das Tigris-Euphrat-Becken der türkischen Souveränität zu entziehen und anschließend die natürlichen Ressourcen und Seltene-Erden-Elemente der gesamten Türkei untereinander aufzuteilen.“
In der Petition wurde zudem folgende Forderung erhoben:
„An dem Punkt, an dem wir heute stehen, erkennen die politischen Kader, die das Land regieren, die nationale Identität nicht an und versuchen, stattdessen eine andere Identität aufzuzwingen. Unter dem Slogan ‚Eine Türkei ohne Terror‘ richten sie eine Kommission ein, um die Forderungen der Terrororganisation im Parlament zu diskutieren.
Wir beantragen respektvoll, gegen die politischen Parteien, die Mitglieder in diese Kommission entsandt haben und damit den Straftatbestand der ‚Verletzung der Verfassung‘ erfüllen, ein ‚Verbotsverfahren‘ einzuleiten und uns über das Ergebnis zu informieren.“
Es wurde bekannt, dass die Petition heute bei der Generalstaatsanwaltschaft des Kassationshofs eingereicht werden soll.
Nachrichtenquelle: 12punto
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