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Urteil mit Lehrstück-Charakter im Fall des Taxifahrers Oğuz Erge: 'Wenn Schuldige freigesprochen werden...'

Die schriftliche Urteilsbegründung für Delil Aysal, der den Taxifahrer Oğuz Erge in Izmir ermordete und zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, liegt vor. In dem 16-seitigen Dokument heißt es: 'Wenn Schuldige freigesprochen werden, wird die Gerechtigkeit verurteilt'.

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Urteil mit Lehrstück-Charakter im Fall des Taxifahrers Oğuz Erge: 'Wenn Schuldige freigesprochen werden...'

Das Gericht hat die schriftliche Urteilsbegründung für Delil Aysal veröffentlicht, der den Taxifahrer Oğuz Erge in Izmir ermordet hat und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde.

Die Urteilsbegründung, in der die Details des Mordes dargelegt werden, umfasst 16 Seiten. Es wurde mitgeteilt, dass die Tatwaffe auf dem Dachboden im Badezimmer des Angeklagten gefunden wurde, während die leeren Patronenhülsen, die Delil Aysal aus dem Taxi mitgenommen hatte, im Mülleimer in der Küche entdeckt wurden.

Alle Details, wie die Anklageschrift, das Plädoyer des Staatsanwalts, die Aussage des Angeklagten, die Gespräche zwischen dem Angeklagten und dem Opfer, Zeugenaussagen sowie der Autopsiebericht, wurden in die Urteilsbegründung aufgenommen.

"DAS SCHIESSEN MIT TÖTUNGSABSICHT..."

In der Urteilsbegründung, in der festgehalten wurde, dass das eigentliche Ziel des Schießens darin bestand, das Mobiltelefon und die Kopfhörer des Opfers aus dem Fahrzeug zu entwenden, heißt es:

Das Gericht wies darauf hin, dass Aysal von Anfang an sein Gesicht mit einer Maske verbarg, seinen Kopf mit einer Kapuze bedeckte, drei Patronen in das Magazin seiner nicht lizenzierten Pistole lud und mit der Absicht "zu töten" auf den Rücken von Erge schoss, um das Raubdelikt zu erleichtern.

In der Urteilsbegründung wurde zudem erneut aufgeführt, dass die Tatwaffe auf dem Dachboden im Badezimmer des Angeklagten und die aus dem Taxi mitgenommenen leeren Patronenhülsen im Mülleimer der Küche gefunden wurden.

"DIE AUSSAGEN DES ANGEKLAGTEN WURDEN NICHT FÜR GLAUBWÜRDIG GEHALTEN"

"Die nach diesem Vorfall aufgetauchten Video- und Tonaufnahmen machen es erforderlich anzuerkennen, dass der Angeklagte von Beginn des Vorfalls an mit der Absicht handelte, ein Raubdelikt zu begehen; zudem wurden die Aussagen des Angeklagten, die darauf abzielten, sich der Strafe zu entziehen, nicht für glaubwürdig gehalten.

Im Wissen, dass das Ziel des Verfahrens nicht die absolute Wahrheit, sondern die materielle Wahrheit in der Hoffnung ist, der absoluten Wahrheit so nahe wie möglich zu kommen, wurde verstanden, dass weitere Ermittlungen weder das Wesen des Falls beeinflussen würden noch der Prozessökonomie entsprechen würden, weshalb keine weiteren Untersuchungen durchgeführt wurden.

"WENN SCHULDIGE FREIGESPROCHEN WERDEN, WIRD DIE GERECHTIGKEIT VERURTEILT"

Ausgehend von dem Satz 'Wenn Schuldige freigesprochen werden, wird die Gerechtigkeit verurteilt', wurde das Urteil auf Basis der Beweise in der Akte gefällt."

In der Entscheidung des Gerichts wurde zudem darauf hingewiesen, dass aufgrund des fehlenden Anzeichens von Reue seitens des Angeklagten nach seiner Tat keine Strafmilderung angewandt wurde.

WAS WAR PASSIERT?

Bei dem Vorfall, der sich am 31. Januar 2024 im Bezirk Gaziemir ereignete, wurde der Taxifahrer Oğuz Erge (44) von seinem Fahrgast Delil Aysal (19), den er aus Mitleid vor der Kälte in sein Auto gelassen hatte, mit drei Schüssen getötet.

Der Moment des Mordes wurde von der Kamera im Fahrzeug aufgezeichnet, und die Bilder versetzten die gesamte Türkei in tiefe Trauer. Die Aufnahmen zeigten auch, wie der Mörder, von dem zu hören war, wie er sagte: "Man sollte manchen Menschen nicht vertrauen", den verletzten Taxifahrer schlug, bevor er das Fahrzeug verließ.


Nachrichtenquelle: 12punto

Haftstrafe Oğuz Erge Delil Aysal Gericht