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Terrororganisation PKK droht: 'Wenn Öcalan nicht freikommt, entstehen neue Krisen' – 'Wir erwarten konkrete Schritte vom Staat'

Der Prozess für eine 'Türkei ohne Terror', der mit der Erklärung des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli begonnen hatte, wurde am 27. Februar mit dem Aufruf des PKK-Anführers Abdullah Öcalan zur Auflösung fortgesetzt. Am 11. Juli vernichtete eine 30-köpfige PKK-Gruppe im irakischen Sulaimaniyya symbolisch ihre Waffen. Während man gespannt auf die nächsten Schritte wartete, kam nun eine bemerkenswerte Äußerung aus dem PKK-Lager.

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Terrororganisation PKK droht: 'Wenn Öcalan nicht freikommt, entstehen neue Krisen' – 'Wir erwarten konkrete Schritte vom Staat'

Von den Sprechern der Terrororganisation PKK, die symbolisch die Waffen niedergelegt hatte, kamen drohend klingende Erklärungen. Die Sprecher Tekin Muş, Tekoşin Ozan und Nedim Seven äußerten sich gegenüber Numedya24 zum weiteren Verlauf des Prozesses.

Tekin Muş sagte zur Waffenabgabe: "Sollten keine Schritte unternommen werden, steht die Entsendung einer zweiten Gruppe zur Waffenvernichtung nicht auf unserer Agenda." Sprecher Nedim Seven forderte zudem die Freilassung von Öcalan.

DROHEND KLINGENDE ÄUSSERUNGEN

In der Erklärung, die wie eine Drohung klang, sagte Tekin Muş, dass weitere Waffenabgaben nicht auf ihrer Agenda stünden. Muş erklärte: "Derzeit steht so etwas nicht auf unserer Agenda. Die kurdische Bewegung beschränkt sich in dieser Phase der Waffenvernichtung vorerst darauf. Sollte die Regierung und der Staat entsprechende Schritte unternehmen und die rechtliche Grundlage schaffen, werden wir diese Situation neu bewerten. Nur so kann sich dieser Schritt entwickeln. Sollten keine Schritte unternommen werden, steht die Entsendung einer zweiten Gruppe zur Waffenvernichtung nicht auf unserer Agenda."

"WIR ERWARTEN KONKRETE SCHRITTE VOM STAAT" 

Die Sprecherin Tekoşin Ozan betonte in ihrer Erklärung, dass die 30-köpfige Gruppe, die die Waffen niedergelegt habe, die erste und letzte Gruppe sein werde, falls der Staat keine konkreten Schritte unternehme. Ozan sagte: "Es sollte bekannt sein, dass dies die erste und letzte Gruppe ist, solange vom Staat keine konkreten Schritte unternommen werden. Sollten keine Schritte erfolgen, sollte man keine anderen Erwartungen hegen. Wir haben mit dieser Aktion die nötige Ernsthaftigkeit und den guten Willen gezeigt. Der weitere Prozess wird sich nach den Schritten richten, die der Staat unternimmt."

"PHYSISCHE FREIHEIT FÜR ÖCALAN"

Der Sprecher Nedim Seven erklärte, man könne nicht sagen, dass das Thema Waffen vollständig vom Tisch sei. Er sagte, dass die Waffen wieder zum Einsatz kommen würden, falls Schritte wie die physische Freiheit für Öcalan, rechtliche Regelungen und die Freilassung der Gefangenen nicht umgesetzt würden:

"All unsere Bemühungen und Schritte zielen in diese Richtung. Sollte es jedoch erneut zu Angriffen auf das kurdische Volk kommen, Apo keine physische Freiheit erlangen, der Weg für demokratische Politik nicht geebnet, keine rechtlichen Regelungen getroffen und die politischen Gefangenen nicht freigelassen werden, wird dies kein gutes Umfeld schaffen und es werden neue Krisenherde entstehen. In unserer Region, in der das Potenzial für Waffen und Konflikte hoch ist, bleibt die Waffe als Mittel natürlich aktuell, wenn es nicht gelingt, dieses Klima zu verändern."


Nachrichtenquelle: 12punto

Gefängnis Öcalan PKK Terrororganisation PKK