Finden Sie Nachrichten im folgenden Datumsbereich
und und
und und
und und
Löschen
Euro
Arrow
54,0977
Dollar
Arrow
44,8412
Pfund Sterling
Arrow
63,1514
Gold
Arrow
6267,4533
BIST 100
Arrow
10.729

TFF entzieht ehemaligem Schiedsrichter und Beobachter wegen Sex-Videos die Lizenz

Das Schiedsgericht des türkischen Fußballverbandes (TFF) hat die Lizenzen des ehemaligen Süper-Lig-Schiedsrichters O.E. und der Schiedsrichterin E.K. aufgrund von Sex-Videos entzogen. O.E. erklärte, dass seine 19-jährige Karriere als Schiedsrichter und Beobachter damit beendet sei, und betonte, dass der erlittene immaterielle Schaden unbeschreiblich sei. E.K. hingegen argumentierte, dass die mit ihr in Verbindung gebrachten Aufnahmen haltlos seien. Der Vorfall sorgte in der Fußballwelt für großes Aufsehen und führte zu einer Flut von Beschwerden beim TFF. Die Entscheidung zum Lizenzentzug wurde auch auf der offiziellen Website des TFF bekannt gegeben.

Überlass die Wahl deiner Nachrichten nicht dem Algorithmus - entscheide selbst, was du liest. Füge 12punto zu deinen bevorzugten Quellen hinzu!
TFF entzieht ehemaligem Schiedsrichter und Beobachter wegen Sex-Videos die Lizenz

Das Schiedsgericht des türkischen Fußballverbandes (TFF) hat einstimmig die Entscheidung zum Lizenzentzug eines männlichen Beobachters und einer weiblichen Schiedsrichterin bestätigt, nachdem im vergangenen Jahr Sex-Videos aufgetaucht waren, die in der Fußballwelt für großes Aufsehen gesorgt hatten. Gemäß der Entscheidung sind die lebenslangen Sperren für den Beobachter O.E. und die Schiedsrichterin E.K. rechtskräftig. Nach dem Vorfall prüfte das Schiedsgericht die schriftlichen Stellungnahmen sowohl von O.E. als auch von E.K. detailliert. Zudem gaben die Ausschussmitglieder, die das entsprechende Video mit sexuellem Inhalt gesichtet hatten, an, entscheidende Details in den Aufnahmen festgestellt zu haben. Auch die Geständnisse in der Verteidigung des Beobachters O.E. waren ein wesentlicher Faktor für die Urteilsfindung.

EHEMALIGER FIFA-SCHIEDSRICHTER DER SÜPER LIG

Laut einem Bericht von Atilla Türker von Ajansspor äußerte der ehemalige Schiedsrichter und Beobachter O.E., der einst Derbys in der Süper Lig pfiff und viele Jahre lang das FIFA-Abzeichen trug, seine Gefühle und Gedanken in der Verteidigungsschrift, die er an das Schiedsgericht des Fußballverbandes sandte.

O.E., der als FIFA-Schiedsrichter sowohl in der Türkei als auch auf internationaler Ebene wichtige Begegnungen leitete, war nach seiner Schiedsrichterkarriere bis vor Kurzem auch als Beobachter in kritischen Funktionen auf internationalem Parkett tätig.

VERTEIDIGUNG WIE EIN GESTÄNDNIS

Nachdem das Disziplinarkomitee für Profifußball (PFDK) eine lebenslange Sperre gegen ihn verhängt hatte, reichte O.E. eine schriftliche Verteidigung beim Schiedsgericht ein und erklärte: "In den Anweisungen des Zentralen Schiedsrichterausschusses (MHK) gibt es kein Verbot für Schiedsrichter, eine Liebesbeziehung miteinander zu führen. Bei einem solchen Fall werden gemäß den Anweisungen keine strafrechtlichen Sanktionen verhängt. Tatsächlich ist es eine bekannte Tatsache, dass solche Beziehungen in der Schiedsrichterwelt oft in einer Ehe enden. Ich halte es für nicht korrekt, dass meine Liebesbeziehung zu einer Schiedsrichterin als ein Verhalten wahrgenommen wird, das die Fußballwelt herabwürdigt, und ich möchte diesen Umstand nicht glauben."

"MEIN RUF IST RUINIERT"

Der 61-jährige O.E., der einst den Vorsitz des Schiedsrichterausschusses der Provinz Istanbul innehatte und auf eine über 30-jährige Karriere als Schiedsrichter und Beobachter zurückblickt, gab an, dass die Aufnahmen ohne seine Zustimmung verbreitet wurden.

O.E. erklärte: "Mein Schiedsrichter- und Beobachterleben, das ich über 30 Jahre lang mit großer Ehre und Würde geführt habe und in dem es nicht einen einzigen schwarzen Fleck gab, wurde durch diese Veröffentlichung ohne meine Erlaubnis zerstört. Mein Ansehen bei meiner Familie, in meinem sozialen Umfeld und in der Schiedsrichterwelt ist vollständig vernichtet. Über meine finanziellen Verluste hinaus ist der immaterielle Schaden, den ich erlitten habe, unbeschreiblich. Ich mache psychisch eine äußerst schwierige Phase durch und möchte dem Verband noch einmal mitteilen, dass ich aufgrund all dieser Schäden rechtliche Schritte eingeleitet habe."

"AUFNAHMEN, DIE MICH NICHT BETREFFEN"

Die 24-jährige Schiedsrichterin E.K., die ebenfalls eine Stellungnahme zu dem Vorfall abgab, argumentierte, dass die mit ihr in Verbindung gebrachten Aufnahmen völlig haltlos seien.

E.K. erklärte gegenüber dem Schiedsgericht: "Es ist die Rede von einem Video, das versucht wird, mit meiner Person in Verbindung zu bringen, das jedoch nichts mit mir zu tun hat und eine extrem schlechte Bildqualität aufweist. Die Person auf den Bildern bin nicht ich, und mit einem solch schweren Vorwurf konfrontiert zu werden, ist ein Angriff auf die Ehre einer Frau. Das besagte Video, das angeblich am 23.02.2024 auf dem Social-Media-Account 'E.............' geteilt wurde, hat nichts mit mir zu tun und wurde auf keiner meiner Social-Media-Plattformen geteilt."

FLUT VON BESCHWERDEN BEIM TFF

Die Vorwürfe, dass der Beobachter O.E., der auch den Vorsitz des Schiedsrichterausschusses der Provinz Istanbul innehatte, die Schiedsrichterin E.K. bei ihrem beruflichen Aufstieg und bei häufigen Spielansetzungen massiv unterstützt habe, sorgten in der Fußballwelt für großes Aufsehen. Es stellte sich heraus, dass aufgrund der Unruhe, die dies in der Gemeinschaft auslöste, zahlreiche Beschwerden beim türkischen Fußballverband (TFF) eingegangen waren.

Insbesondere wurde bekannt, dass O.E., der beim Spiel Galatasaray gegen Trabzonspor in der vorangegangenen Saison als Beobachter fungierte, E.K., die bei diesem Spiel keine offizielle Funktion hatte, auf der Ehrentribüne platzierte, was vom Spielbeauftragten İlker Emir gemeldet wurde. Zudem wurde festgehalten, dass O.E. nach dem Auftauchen einiger Fotos auch bei der Verbandsführung angezeigt wurde. Nach diesen Entwicklungen trat O.E. am 23. August 2023 von seinem Amt als Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses der Provinz Istanbul zurück.

DISZIPLINARVERFAHREN UND SPERREN

Nach den Vorfällen wurde O.E. am 27. September 2023 vom Disziplinarkomitee für Profifußball (PFDK) verwarnt. Gestern bestätigte das Schiedsgericht einstimmig die vom PFDK gegen O.E. verhängte 45-tägige Sperre.

Ebenso wurde die vom Disziplinarkomitee für Amateurfußball gegen die Istanbuler Schiedsrichterin E.K. verhängte 90-tägige Sperre vom Schiedsgericht bestätigt.

Gemäß Artikel 40 der Anweisungen des Zentralen Schiedsrichterausschusses werden die Lizenzen von Schiedsrichtern, Beobachtern, Mentoren und Ausbildern, die von den Disziplinarkomitees eine Sperre von mehr als 45 Tagen am Stück oder insgesamt mehr als 90 Tagen erhalten, ohne weitere Entscheidung entzogen. In diesem Rahmen endeten die Karrieren von O.E. als Beobachter und von E.K. als Schiedsrichterin.


Nachrichtenquelle: 12punto

TFF