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Tochter von Deniz Baykal meldet sich zu 'Kanal Istanbul' zu Wort! Sie bezeichnet Gegner als 'visionlos'

Aslı Baykal, die Tochter des ehemaligen CHP-Vorsitzenden Deniz Baykal, sorgt mit ihrer Unterstützung für das Projekt Kanal Istanbul für Aufsehen. Baykal bezeichnete die Gegner des Projekts als „visionlos“ und erklärte, dass der Kanal Istanbul jungen Menschen Arbeitsplätze bieten und zur Unabhängigkeit der Türkei beitragen werde.

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Tochter von Deniz Baykal meldet sich zu 'Kanal Istanbul' zu Wort! Sie bezeichnet Gegner als 'visionlos'

Aslı Baykal, die Tochter des ehemaligen CHP-Chefs Deniz Baykal, sorgt mit ihren Äußerungen immer wieder für Schlagzeilen. Zuletzt erregte sie mit einem Beitrag zum in der Türkei heiß diskutierten Thema "Kanal Istanbul" Aufmerksamkeit.

Baykal erklärte auf ihrem Social-Media-Account, dass es an Vision fehle, sich gegen das Projekt zu stellen, und sagte: „Zu behaupten, der Bosporus reiche für den Schiffsverkehr aus und sich deshalb gegen den Kanal Istanbul zu stellen, ist genauso visionlos, wie sich gegen den Marmaray, die Brücken über den Bosporus oder die Autobahnen zu stellen. Dieses Thema sollte nicht als Schreckgespenst abgetan werden. Es ist ein Vorhaben, das durch konstruktive Kritik diskutiert werden sollte und bei entsprechenden Bedingungen sowie finanzieller Machbarkeit umgesetzt werden muss.“

Baykal behauptete, dass diejenigen, die sich gegen das Projekt stellen, „diejenigen seien, deren Fäden in den Händen von Ausländern liegen“, und fügte hinzu, dass sie die Reaktion dieser Kreise für normal halte. Sie betonte, dass der Kanal Istanbul jungen Menschen Arbeitsplätze bieten werde und eine Investition in die Unabhängigkeit und Zukunft der Türkei sei: „Es ist ein Arbeitsfeld für junge Menschen, die auf der Straße dazu gebracht werden, leere Parolen zu rufen; es ist die Unabhängigkeit der Türkei, es ist eine Investition in die Zukunft der Türkei.“

WARNUNGEN VON EXPERTEN ZU ERDBEBEN UND UMWELT

Experten äußern nacheinander Warnungen zum Projekt Kanal Istanbul. Prof. Dr. Naci Görür, Gründungsmitglied der Wissenschaftsakademie, erklärte, dass das Projekt das Erdbebenrisiko erhöhen werde, und wies insbesondere darauf hin, dass das Gebiet zwischen dem Küçükçekmece-See und dem Marmarameer aufgrund von Bodenverflüssigung und Erdrutschgefahr gefährdet sei. Görür betonte, dass das Projekt Istanbul in eine Insel verwandeln würde, was das Katastrophenmanagement erschweren und zu Todesopfern führen könnte.

Prof. Dr. Haluk Eyidoğan, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), erklärte hingegen, dass der Bericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unzureichend sei. Eyidoğan wies darauf hin, dass der Bericht keine notwendigen Vorkehrungen gegen Erdbeben und Tsunamis enthalte, und sagte, dass das für das Projekt vorgesehene Budget von 75 Milliarden TL stattdessen für die Erdbebensicherheit Istanbuls verwendet werden sollte.

Auch Prof. Dr. Derin Orhon, Mitglied der Türkischen Akademie der Wissenschaften (TÜBA) und der Wissenschaftsakademie, sprach die Umweltrisiken des Projekts an. Orhon erklärte, dass der Kanal Istanbul die Wasserressourcen Istanbuls zerstören werde, und wies darauf hin, dass insbesondere die TOKİ-Bauvorhaben in der Umgebung des Sazlıdere-Staudamms das Wassereinzugsgebiet bedrohten. Orhon betonte, dass das Projekt der Stadt keinerlei Nutzen bringen werde und der Umwelt schweren Schaden zufügen werde.



Nachrichtenquelle: 12punto

Deniz Baykal Aslı Baykal