Ümit Özdağ fordert Live-Übertragung der Kommissionssitzungen: „Lassen Sie uns die Forderungen im Namen von Öcalan und der PKK sehen“
Der Vorsitzende der Zafer-Partei, Ümit Özdağ, erklärte: „Alle Sitzungen dieser Kommission sollten live im Fernsehen übertragen werden. Lassen Sie uns vor den Augen des türkischen Volkes sehen, welche Forderungen die DEM-Abgeordneten im Namen von Öcalan und der PKK stellen werden und welche dieser Forderungen diejenigen, die an diesem Tisch als Gesprächspartner sitzen, akzeptieren werden. Das türkische Volk soll das verfolgen können. Der Fraktionsvorsitzende der AK-Partei hat vorgeschlagen, die Sitzungen unter Ausschluss der Presse abzuhalten. Das kommt gar nicht infrage. Was wollen Sie vor dem türkischen Volk verbergen? Sie schlagen sogar einen Ausschluss der Presse vor. Statt die Öffentlichkeit auszuschließen, sollte die Sitzung offen und live im Fernsehen übertragen werden.“
Der Vorsitzende der Zafer-Partei, Ümit Özdağ, besuchte im Rahmen einer Reihe von Terminen in Burdur den Bürgermeister von Burdur, Ali Orkun Ercengiz, in seinem Büro, begleitet vom Provinzvorsitzenden der Zafer-Partei, Sinan Candeğer, und dem Bürgermeister von Tefenni, Ümit Alagöz.
Nach einem Gespräch mit dem Bürgermeister von Burdur, Ali Orkun Ercengiz, äußerte sich Ümit Özdağ beim Verlassen des Rathauses gegenüber Journalisten. Anschließend besuchte Ümit Özdağ die Geschäftsleute in der Gazi-Straße.
Özdağ sagte in seiner Erklärung Folgendes:
„Die schwere Wirtschaftskrise drängt Geringverdiener, Rentner, Arbeiter und Bauern schnell an einen Punkt, an dem sie ums Überleben kämpfen müssen. Deshalb haben die Arbeiter Druck auf ihre Gewerkschaften ausgeübt, die nun endlich Streikprozesse eingeleitet haben. Wir sehen jedoch, dass der eingeleitete Streik von Präsident Erdoğan mit der Begründung der öffentlichen Sicherheit und der nationalen Sicherheit für 60 Tage ausgesetzt wurde. Natürlich muss erklärt werden, was das mit nationaler Sicherheit zu tun hat. Man kann das nicht einfach mit dem Begriff nationale Sicherheit abtun. Was unsere nationale Sicherheit wirklich bedroht, sind falsche Wirtschaftspolitiken. Was unsere nationale Sicherheit wirklich bedroht, ist die Anwendung eines feindlichen Strafrechts und die Unterdrückung der Opposition. Was unsere nationale Sicherheit bedroht, ist die Tatsache, dass unsere Grenzen zu einem Durchgangslager geworden sind und fast 13 Millionen Flüchtlinge und illegale Einwanderer unser Land geflutet haben. Ein Streik von Arbeitern, die versuchen, ihre Familien zu ernähren, ist keine Bedrohung für die nationale Sicherheit.“
„KEINE ENTSPRECHUNG IM NATIONALEN GEWISSEN“
Kommen wir zum anderen Punkt: In der Großen Nationalversammlung der Türkei wird eine Öcalan-Kommission eingerichtet. Wir als Zafer-Partei haben sie 'Öcalan-Kommission' genannt und werden das auch weiterhin tun. Denn das Ziel dieser Kommission ist es, Öcalan zu legitimieren und seine Forderungen durch die Große Nationalversammlung der Türkei verhandelbar zu machen. Mit Beginn der Arbeit dieser Kommission wird Öcalan von einem Gefangenen in Imralı zu einem politischen Akteur werden. Die Regierungspartner tun so, als wären sie sich der tiefen Wunde, die dies im Gewissen des türkischen Volkes hinterlassen wird, und der sozialen sowie politischen Reaktion, die daraus entstehen wird, hartnäckig nicht bewusst. Doch sowohl die patriotischen Wähler der AK-Partei als auch die nationalistischen Wähler der MHP sowie die kemalistischen Wähler der CHP sind über diese Kommission außerordentlich beunruhigt und bringen diesen Unmut auf jeder Ebene zum Ausdruck. Diese Kommission hat keine Entsprechung im nationalen Gewissen. Im Gegenteil, das nationale Gewissen verurteilt diese Kommission.“
„LIVE ÜBERTRAGEN“
Es wird behauptet, die PKK habe die Waffen niedergelegt. Die PKK hat die Waffen nicht niedergelegt. Die PKK hat einen Teil ihrer Waffen an die PYD und einen Teil an die PJAK weitergegeben. Sie hat ihre Mitglieder verlagert. Eine Terrororganisation hat ihre Waffen nicht aufgegeben, nur weil sie 30 Kalaschnikows bei einer Grillparty verbrannt hat. Eine Terrororganisation muss ihre Waffen den staatlichen Sicherheitskräften gemäß einer Liste in deren Besitz übergeben. Von so etwas kann keine Rede sein. Cemil Bayık sagt: 'Jetzt ist der Staat am Zug. Wir haben 30 verbrannt. Wir werden keine weiteren Waffen abgeben. Jetzt soll der Staat einen Schritt machen.' Wir fragen: Wo waren die Verhandlungen, wo waren die Gespräche? Und wir machen einen Vorschlag: Alle Sitzungen dieser Kommission sollten live im Fernsehen übertragen werden. Lassen Sie uns vor den Augen des türkischen Volkes sehen, welche Forderungen die DEM-Abgeordneten im Namen von Öcalan und der PKK stellen werden und welche dieser Forderungen diejenigen, die an diesem Tisch als Gesprächspartner sitzen, akzeptieren werden. Das türkische Volk soll das verfolgen können. Der Fraktionsvorsitzende der AK-Partei hat vorgeschlagen, die Sitzungen unter Ausschluss der Presse abzuhalten. Das kommt gar nicht infrage. Was wollen Sie vor dem türkischen Volk verbergen? Sie schlagen sogar einen Ausschluss der Presse vor. Statt die Öffentlichkeit auszuschließen, sollte die Sitzung offen und live im Fernsehen übertragen werden.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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