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Umstrittener Vorschlag des MÜSİAD-Vorsitzenden: Verteidigung von Kinderarbeit

Der MÜSİAD-Vorsitzende Burhan Özdemir hat eine Verkürzung der Schulpflicht und den früheren Eintritt von Kindern in den Arbeitsmarkt vorgeschlagen. Özdemir, der das 12-jährige durchgehende Bildungssystem als „sehr falsch“ bezeichnete, löste mit seinen Äußerungen, die der Kinderarbeit Tür und Tor öffnen, Empörung aus.

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Umstrittener Vorschlag des MÜSİAD-Vorsitzenden: Verteidigung von Kinderarbeit

Der MÜSİAD-Vorsitzende Burhan Özdemir hat in einem Interview mit der regierungsnahen Zeitung Yeni Şafak kontroverse Aussagen zum türkischen Bildungssystem gemacht. Özdemir argumentierte, dass die 12-jährige Schulpflicht „dem Land keinen Nutzen bringe“, und forderte, dass Kinder bereits in jüngerem Alter in das Arbeitsleben integriert werden sollten.

„NICHT JEDES KIND KANN AKADEMISCHE ERFOLGE ERZIELEN“

Özdemir behauptete, die Schulpflicht sei unzureichend, um Kinder auf das Berufsleben vorzubereiten, und erklärte: „Nicht jedes Kind kann den gleichen akademischen Erfolg erzielen. Das 12-jährige durchgehende Bildungssystem ist eine sehr falsche Praxis. Es hat keinerlei Nutzen für das Land.“

VORSCHLAG EINES MODELLS ZUR LEGITIMIERUNG VON KINDERARBEIT

Özdemir, der dafür plädiert, dass junge Menschen früher in den Arbeitsmarkt eintreten sollten, sagte:

„Die Schulpflicht sollte gelockert werden. Unsere Jugendlichen müssen sich mit praktischen Fähigkeiten schneller an den Markt anpassen. So können wir auf die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts nicht reagieren. Die Bildungsinhalte müssen neu gestaltet werden. Ohne den Zwang zum Studium sollten unsere Kinder auf die Berufe der Zukunft ausgerichtet werden.“

Özdemir teilte zudem mit, dass sie ein Modell in diesem Rahmen entwickelt hätten und planten, dieses mit den zuständigen Ministerien zu teilen.

Der MÜSİAD-Vorsitzende erklärte, dass das von ihm vorgeschlagene Modell nicht nur für die Beschäftigung, sondern auch für das Bevölkerungswachstum genutzt werden könne. „Mit einer kindorientierten Steuerförderung kann sowohl zum Bevölkerungswachstum beigetragen als auch ein geeignetes Umfeld für die Arbeitskräfte der Zukunft geschaffen werden“, so Özdemir, der betonte, dass sie wirtschaftliche Ziele und die demografische Struktur als miteinander verknüpft betrachteten.


Nachrichtenquelle: 12punto

Burhan Özdemir