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UN: Mehr als 2 Millionen Menschen im Gazastreifen durch Wassermangel gefährdet

Die Vereinten Nationen haben mitgeteilt, dass mehr als 2 Millionen Menschen im gesamten Gazastreifen aufgrund des versiegenden Wassers gefährdet sind.

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UN: Mehr als 2 Millionen Menschen im Gazastreifen durch Wassermangel gefährdet

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), Generalkommissar Philippe Lazzarini, gab eine schriftliche Erklärung zu den Entwicklungen ab, nachdem Israel am 8. Oktober beschlossen hatte, die Versorgung des blockierten Gazastreifens mit Wasser, Strom, Lebensmitteln und anderen grundlegenden Dienstleistungen zu unterbrechen.

Lazzarini stellte fest, dass mehr als 2 Millionen Menschen aufgrund des Wassermangels im gesamten Gazastreifen gefährdet seien und erklärte: "Seit einer Woche ist die Lieferung humanitärer Hilfsgüter nach Gaza nicht gestattet. Dies ist mittlerweile zu einer Frage von Leben und Tod geworden. Treibstoff muss nach Gaza gelangen, um die Wasserversorgung für mehr als 2 Millionen Menschen sicherzustellen."

''WASSER IST AUFGEBRAUCHT''

Lazzarini wies darauf hin, dass sauberes Wasser aufgrund des Ausfalls der Wasseraufbereitungsanlagen und der öffentlichen Wasserleitungen im Gazastreifen aufgebraucht sei und die Menschen gezwungen seien, verschmutztes Wasser aus Brunnen zu nutzen.

"Dies erhöht das Risiko von durch Wasser übertragenen Krankheiten", so Lazzarini, der betonte, dass die Stromausfälle, die seit dem 11. Oktober in Gaza andauern, auch die Wasserversorgung beeinträchtigen.

Lazzarini machte darauf aufmerksam, dass Tausende Menschen in den Süden der Stadt geflohen seien, nachdem Israel die Zivilbevölkerung im Norden Gazas aufgefordert hatte, ihre Häuser zu verlassen. Er teilte zudem mit, dass auch im UN-Stützpunkt im Süden des Gazastreifens, wo die UNRWA ihre Arbeit fortsetzt, das Trinkwasser zur Neige gegangen sei.

FAST 1 MILLION MENSCHEN VERTRIEBEN

Lazzarini betonte, dass allein in den letzten 12 Stunden Hunderttausende Zivilisten aus Gaza vertrieben wurden und erklärte: "Die Flucht der Menschen in die südlichen Regionen des Gazastreifens hält an. In nur einer Woche wurden in Gaza fast 1 Million Menschen vertrieben."

Lazzarini unterstrich die Notwendigkeit, dass Treibstofftransporte Gaza erreichen müssen, und fügte hinzu: "Treibstoff ist der einzige Weg, wie die Menschen Zugang zu sicherem Trinkwasser erhalten können. Andernfalls werden Menschen, darunter kleine Kinder, ältere Menschen und Frauen, an schwerer Dehydrierung sterben. Ich fordere die sofortige Aufhebung der Belagerung humanitärer Hilfe."


Nachrichtenquelle: AA

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