Unfassbarer Vorfall im Pflegeheim: Kölnisch Wasser über die Beine gegossen und angezündet
Ein Brandereignis in einem privaten Pflegeheim in Kütahya führte bei dem von Geburt an körperbehinderten İskender Horuz zu Verbrennungen dritten Grades an den Beinen. Der Vorfall, bei dem Angehörige und der gesetzliche Vormund von Horuz wegen Vernachlässigung Strafanzeige erstatteten, hat in der Öffentlichkeit für Empörung gesorgt.
Der 62-jährige İskender Horuz, der seit 11 Jahren in einem privaten Pflegeheim in Kütahya lebt, goss sich in der Nacht des 29. Januars, während er in seinem Rollstuhl saß, Kölnisch Wasser über die Beine und zündete es an.
Es wird angegeben, dass die Mitarbeiter des Pflegeheims erst etwa 5 Minuten nach Beginn des Vorfalls eingriffen. Die Momente, in denen Horuz in Flammen stand, wurden von Überwachungskameras aufgezeichnet.
Die Vormundin und Nichte, Satı Horuz, erklärte, dass sie nach den Ereignissen bei der Generalstaatsanwaltschaft Kütahya sowohl gegen das Pflegeheim als auch gegen den Mitarbeiter, dem Fahrlässigkeit vorgeworfen wird, Strafanzeige erstattet haben. Satı Horuz äußerte sich wie folgt: „Mein Onkel İskender lebte seit etwa 11 Jahren in dem privaten Pflegeheim in Kütahya. In der Nacht des 29. Januars gibt ihm M.Ç., einer der Mitarbeiter des Heims, eine Flasche Kölnisch Wasser. Er sagt zu ihm: 'Gieß dir das drüber, zünde dich an, erlöse dich.' Da er natürlich nicht normal denken kann, zündet er das verschüttete Kölnisch Wasser mit einem Feuerzeug an und brennt. Sie haben uns die Kameraaufnahmen geschickt. Im Hintergrund hört man die Stimmen von 5-6 Personen. Erst nachdem er völlig in Flammen stand, treten die Mitarbeiter auf den Plan. 4-5 Personen kommen ruhig angelaufen, sie sind nicht einmal in Panik. Sie versuchen ganz ruhig zu löschen. Und sie bringen ihn in jener Nacht nicht ins Krankenhaus. Er bleibt dort, am nächsten Morgen kommt der verantwortliche Leiter der Einrichtung und dann bringen sie ihn morgens hin. Erst nachdem sie ihn morgens ins Krankenhaus gebracht haben, rufen sie mich an. Das habe ich erfahren, nachdem ich mit meinem Onkel gesprochen habe. Er hat mir die Erlebnisse auf diese Weise geschildert.“
Horuz behauptete, ihr Onkel habe ausgesagt, er habe sich aus Angst vor dem Mitarbeiter des Pflegeheims selbst angezündet, und gab folgende Details zum Behandlungsverlauf: „Er war von unterhalb der Knie bis hinauf zu den Genitalien, also bis zum Bauch, verbrannt. Mein Onkel hat seine erste Operation hinter sich. Danach wird er eine zweite Operation haben. Danach folgt noch eine dritte Operation. Es sind Verbrennungen dritten Grades. Da auch seine Nerven verbrannt sind, spürt er derzeit nicht einmal Schmerzen; er wird auf der Intensivstation behandelt. Er ist an den Rollstuhl gefesselt. Er hat keine Möglichkeit, aus dem Rollstuhl aufzustehen, um zur Toilette zu gehen oder Ähnliches. Er ist aufgrund einer Krankheit, die er in der Kindheit hatte, behindert. Mein Onkel wurde nicht sofort nach dem Brand, sondern erst am Morgen ins Krankenhaus gebracht. Auf meine Nachfrage hin erklärten sie, er habe nicht ins Krankenhaus gewollt. Ich erstatte sowohl gegen den Mitarbeiter als auch gegen das Pflegeheim Anzeige.“
Auf den Kameraaufzeichnungen ist zu sehen, dass nach dem Moment, in dem İskender Horuz sich selbst anzündete, nur verzögert Hilfe geleistet wurde. Es fiel zudem auf, dass der Transport ins Krankenhaus nicht unmittelbar erfolgte. Horuz wurde einen Tag nach dem Vorfall in das Stadtkrankenhaus Eskişehir verlegt und dort im Zentrum für Brandverletzungen auf der Intensivstation aufgenommen.
Der Leiter des Pflegeheims, Muhammet Kahraman, erklärte, dass zu den fraglichen Zeiten die Pflege der behinderten Bewohner durchgeführt werde, und gab folgende Stellungnahme zum Vorfall ab: „Dieser behinderte Bewohner ist jemand, der ständig spät schläft und fernsieht. Der Bereich, in dem sich der Vorfall ereignete, ist der Fernsehbereich. Die Uhrzeit des Vorfalls ist eine Zeit, in der unsere Pflegekräfte Dienstleistungen für den Bewohner erbringen. Während er ein Etikett an seinem Hosenknie abbrennen wollte, fing das Etikett aufgrund des Polyester-Materials Feuer, danach fing die Kniebandage Feuer. Dieser traurige Vorfall ist leider eingetreten. Wenn man sich diese Aufnahmen ansieht, erkennt man, dass innerhalb von 1 Minute nach Auslösen des akustischen Alarmsystems der Brandmeldeanlage eingegriffen und der Löschvorgang durchgeführt wurde. Wir verfügen über Kameraaufzeichnungen der letzten 6 Monate. Es wurde eine gerichtliche und administrative Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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