Unterstützung für den KRT-Widerstand durch die ATGB: 'Journalismus ist eine Frage der Ehre'
Der Arbeitskampf der KRT-TV-Mitarbeiter gegen die Krise bei Gehältern und Essensgutscheinen erhält Unterstützung aus dem Ausland. Die Europäische Türkische Journalistenvereinigung (ATGB) solidarisiert sich mit dem Widerstand der Beschäftigten und fordert die Senderleitung zur 'Verantwortung' auf.
Der Arbeitskampf der KRT-TV-Mitarbeiter gegen die Krise bei Gehältern und Essensgutscheinen erhält Unterstützung aus dem Ausland. Die Europäische Türkische Journalistenvereinigung (ATGB) solidarisiert sich mit dem Widerstand der Beschäftigten und fordert die Senderleitung zur 'Verantwortung' auf.
Journalisten, Reporter, Techniker und Schnitt-Mitarbeiter des Senders KRT TV haben am 4. Juni den Sendebetrieb eingestellt und auf Bandwiedergabe umgestellt, da ihre Gehälter seit dem 28. März nicht ausgezahlt wurden und ihre Essensgutscheine gesperrt wurden. Seit diesem Tag halten die Mitarbeiter vor dem Sendergebäude Mahnwache.
UNTERSTÜTZUNG AUCH AUS DEM AUSLAND
Die ATGB, in der türkische Pressevertreter in Europa organisiert sind, bezeichnete die Situation in einer Erklärung als "Ausbeutung von Arbeitskraft". In der Stellungnahme heißt es: "Wir erklären, dass wir an der Seite der KRT-Beschäftigten stehen. Dies ist nicht nur ein Kampf um Löhne, sondern auch ein Kampf für Pressefreiheit und die Ehre des Journalismus. Wir rufen jeden, der ein Gewissen hat, dazu auf, diese Stimme zu hören."
Der ATGB-Vorsitzende Recai Aksu erinnerte daran, dass Journalisten eine öffentliche Aufgabe erfüllen, und sagte: "Unter diesen Bedingungen ist eine Fortsetzung des Sendebetriebs nicht möglich. Journalismus kann nicht zum Schweigen gebracht werden, die Arbeit muss entlohnt werden."
DIE UNTERSTÜTZUNG WÄCHST ZUSEHENDS
Während die Gewerkschaft DİSK Basın-İş und das Solidaritätsnetzwerk der Kommunikationsarbeiter (İletişim Emekçileri Dayanışma Ağı) den Protest der KRT-Mitarbeiter unterstützen, haben auch zahlreiche Journalisten Solidaritätsbotschaften in den sozialen Medien veröffentlicht.
Die KRT-Geschäftsführung teilte in einer Erklärung mit, dass an einem "Sofortmaßnahmenplan" für die Zahlungen gearbeitet werde. Die Mitarbeiter sind jedoch entschlossen, ihren Widerstand fortzusetzen, und betonen: "Solange keine konkreten Schritte unternommen werden, werden wir nicht zum Sendebetrieb zurückkehren."
Nachrichtenquelle: 12punto
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