Verdächtiger, der Yeni-Parti-Abgeordneten niederstach, und sein Sohn in Haft: Aussage vor der Staatsanwaltschaft bekannt
Im Rahmen der Ermittlungen zum Messerangriff auf den Yeni-Parti-Abgeordneten Melih Meriç in Gaziantep wurden zwei Personen inhaftiert, drei weitere wurden unter gerichtlicher Aufsicht freigelassen.
Im Zuge der Ermittlungen zur Messerattacke auf den Yeni-Parti-Abgeordneten Melih Meriç in Gaziantep wurden Seydi Ahmet Keleş, der als Täter identifiziert wurde, sowie sein Sohn Hakan Keleş inhaftiert. Die weiteren in der Akte genannten Personen A.Ç., E.D. sowie der private Sicherheitsmitarbeiter R.Ç. wurden unter gerichtlicher Aufsicht auf freien Fuß gesetzt.
Der Vorfall ereignete sich am Vorabend im Stadtviertel Karataş. Berichten zufolge kam es zu einem Streit zwischen Melih Meriç und Seydi Ahmet Keleş, der zuvor sein Amt als CHP-Bezirksvorsitzender von Oğuzeli sowie seine Parteimitgliedschaft niedergelegt hatte, um zur Yeni Parti zu wechseln. Nachdem der Streit eskalierte, wurde Meriç durch einen Messerstich verletzt.
Nach der Alarmierung wurden Polizei- und Rettungskräfte zum Tatort entsandt. Meriç, der vor Ort erstversorgt wurde, wurde in das Stadtkrankenhaus Gaziantep eingeliefert. Aufgrund einer Verletzung am Darm musste sich der Abgeordnete einer Operation unterziehen. Sein Gesundheitszustand soll sich mittlerweile stabilisieren.
Nach polizeilichen Ermittlungen wurden Seydi Ahmet Keleş sowie vier weitere Personen, die mutmaßlich in den Vorfall verwickelt waren, festgenommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Verdächtigen dem Haftrichter vorgeführt.
AUSSAGE DES VERDÄCHTIGEN IN DIE AKTE AUFGENOMMEN
Nach der Befragung durch die Staatsanwaltschaft wurde Seydi Ahmet Keleş wegen „versuchten vorsätzlichen Mordes“ und sein Sohn Hakan Keleş wegen „Beihilfe zur Straftat“ sowie „Verbergen von Beweismitteln“ inhaftiert. Gegen A.Ç., E.D. und R.Ç. wurden Maßnahmen der gerichtlichen Aufsicht verhängt.
Im Rahmen der Ermittlungen wurde bekannt, dass gegen Seydi Ahmet Keleş bereits 27 Vorstrafen vorliegen. In seiner Aussage behauptete Keleş, ihm sei die Ernennung zum Bezirksvorsitzenden der Yeni Parti in Oğuzeli versprochen worden. Als er erfahren habe, dass stattdessen eine andere Person ernannt werden solle, habe er seinen Unmut geäußert.
Keleş gab an, Meriç habe ihn vor dem Vorfall angerufen, nach seinem Standort gefragt und sei dann vor die Wohnanlage gekommen. Da er selbst Alkohol konsumiert habe und vermutete, der Abgeordnete könne bewaffnete Leibwächter bei sich haben, habe er beim Verlassen des Hauses ein Obstmesser mitgenommen.
„In diesem Moment habe ich das Messer in meiner Hand in seine Richtung geschwungen, um mich zu verteidigen. Ich habe dabei nicht einmal bemerkt, ob das Messer ihn überhaupt getroffen hat.“
Keleş behauptete, er habe die Verletzung von Meriç erst bemerkt, als er den Blutfleck auf dessen Hemd sah. Er gab an, nach dem Vorfall die Umstehenden aufgefordert zu haben, einen Krankenwagen zu rufen: „Um Gottes Willen, ruft einen Krankenwagen, bringt meinen Abgeordneten ins Krankenhaus“, habe er gerufen.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Angriffs, den Rollen der anwesenden Personen sowie der Auswertung der Beweismittel dauern an.
Nachrichtenquelle: 12punto
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