General a.D. Saldıray Berk auf seinem letzten Weg verabschiedet
Der ehemalige Kommandeur der 3. Armee, General a.D. Saldıray Berk, der in einem Krankenhaus in Ankara verstarb, wurde beigesetzt.
Für Saldıray Berk (76) wurde in der Ahmet-Hamdi-Akseki-Moschee im Bezirk Çankaya in Ankara eine Trauerfeier abgehalten.
Nach dem Trauergebet wurde Berks Sarg auf eine Lafette gehoben und in Begleitung einer militärischen Ehrenformation vom Gelände überführt.
An der Zeremonie nahmen neben Berks Familie auch der Generalstabschef, Armeegeneral Metin Gürak, der Kommandeur der Landstreitkräfte, Armeegeneral Selçuk Bayraktaroğlu, sowie militärische Würdenträger und Waffenbrüder teil.

Berks Leichnam wurde nach der Zeremonie auf dem Karşıyaka-Friedhof beigesetzt.
WER IST SALDIRAY BERK?
Saldıray Berk (geb. 16. Februar 1948, Erzurum) war ein türkischer Soldat und Politiker sowie ehemaliger Kommandeur des Ausbildungs- und Doktrinkommandos (EDOK).
1962 absolvierte er die Militärmittelschule Selimiye, 1966 das Militärgymnasium Kuleli und 1968 die Militärakademie. 1969 schloss er die Artillerie- und Raketenschule ab. Bis 1976 diente er in verschiedenen Artillerieeinheiten der türkischen Landstreitkräfte als Kompanie- und Zugführer sowie als Aufklärungsoffizier.
1978 schloss er die Heeresakademie ab. Als Stabsoffizier bekleidete er Positionen wie den Leiter der Logistikabteilung und der Operationsabteilung der 39. Infanteriedivision, Dozent an der Militärakademie, Planungsstabsoffizier in der Personalabteilung des Landstreitkräftekommandos, Militärattaché in Moskau, Leiter der Personalverwaltungsabteilung des Landstreitkräftekommandos sowie Kommandeur des Artillerieregiments der 9. Infanteriedivision.
1995 wurde er zum Brigadegeneral befördert. In diesem Rang bekleidete er Positionen als stellvertretender Stabschef für Operationen der 2. Armee, Militärattaché in Baku und Kommandeur der 1. Infanteriebrigade.
1999 erfolgte die Beförderung zum Generalmajor. In diesem Rang war er stellvertretender Leiter der Inspektions- und Bewertungsabteilung der Landstreitkräfte, Leiter der Personalabteilung des Generalstabs und Kommandeur der 23. Gendarmerie-Grenzdivision.
2003 wurde er zum Generalleutnant befördert. In diesem Rang diente er als Personalchef des Generalstabs und später als Kommandeur des 4. Armeekorps.
2007 wurde er zum Armeegeneral befördert und zum Kommandeur der 3. Armee ernannt, 2010 folgte die Ernennung zum Kommandeur des Ausbildungs- und Doktrinkommandos. 2011 trat er in den Ruhestand.
Im Mai 2008 soll er bei einem Besuch im Dorf Başbağlar im Bezirk Kemaliye (Erzincan) gesagt haben: „Mögen euch die Hände verdorren, die für die AK-Partei stimmen. Wisst ihr, dass Recep Tayyip Erdoğan das Heimatland verkauft?“ Aufgrund des Vorwurfs der Beleidigung Erdoğans wurde ein Verfahren gegen ihn eingeleitet.
Berk wies die Vorwürfe zurück. Das Gericht verurteilte Berk zu einer Freiheitsstrafe von elf Monaten und zwanzig Tagen.
Im Ergenekon-Prozess wurde er auf freiem Fuß angeklagt. Er erschien nicht zum Gerichtstermin und ließ zwei F-16-Kampfjets über das Justizgebäude von Erzurum fliegen.
In späteren Jahren erklärte der Staatsanwalt von İliç, Bayram Bozkurt, der gegen Saldıray Berk und den damaligen Generalstaatsanwalt von Erzincan, İlhan Cihaner, wegen angeblicher Mitgliedschaft in der Ergenekon-Organisation ermittelt hatte, dass er in die Ermittlungen einbezogen worden sei, um zu verhindern, dass Saldıray Berk Generalstabschef wird.
Bozkurt wurde nach dem Putschversuch vom 15. Juli wegen Mitgliedschaft in der Fetullah-Terrororganisation (FETÖ) verhaftet.
Am 8. Mai 2015 trat er der Vatan Partisi bei.
Saldıray Berk verstarb am 14. Februar 2024.
Nachrichtenquelle : AA
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