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Studenten an der Hacettepe-Universität nicht auf den Campus gelassen: Widerstand zeigt Wirkung

Studierende der Fakultät für Schöne Künste der Hacettepe-Universität wurden ohne vorherige Ankündigung nicht in ihre Fakultät gelassen. Gegen die mit „Sicherheitsgründen“ begründete Maßnahme leisteten die Studierenden mit einer Sitzblockade Widerstand. Nachdem das Dekanat Gesprächsanfragen zunächst ablehnte, wuchs der Protest.

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Studierende der Fakultät für Schöne Künste (GSF) der Hacettepe-Universität in Ankara erlebten am Morgen des 5. Dezember eine große Überraschung. Als sie das Fakultätsgebäude betreten wollten, wurde ihnen ohne vorherige Ankündigung der Zutritt verweigert. Als Grund wurden „Sicherheitsmaßnahmen“ genannt, doch es gab weder ein offizielles Schreiben noch eine Ankündigung, die Details zu dieser Maßnahme enthielt.

BLOCKADE NACH BOYKOTT

Es wurde vermutet, dass die Zutrittsverweigerung mit den jüngsten politischen Entwicklungen zusammenhängt. Die GSF-Studierenden der Hacettepe-Universität hatten sich an der Protestwelle beteiligt, die nach der Verurteilung des CHP-Präsidentschaftskandidaten und Bürgermeisters von Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, zu einer Haftstrafe ausgebrochen war, und einen Boykott an ihrer Fakultät erklärt.

Die Studierenden, die auf die Blockade unmittelbar nach dieser Entwicklung reagierten, erklärten, dass die Entscheidung, ihnen den Zutritt zu verweigern, willkürlich sei und sie sich dagegen wehren würden.

TROTZ AUSWEISKONTROLLE KEIN ZUTRITT ZUM GEBÄUDE

Aufgrund der Reaktionen der Studierenden erklärten die Sicherheitskräfte, dass ein Zutritt nur „nach einer Ausweiskontrolle“ möglich sei. Die Studierenden wiesen jedoch darauf hin, dass sie ihren Ausweis bereits beim Betreten des Campus gescannt hätten und diese Maßnahme daher rechtswidrig sei. Die Studierenden forderten, die Grundlage für die Entscheidung zu sehen, doch die Sicherheitskräfte gaben an, dass es kein solches schriftliches Dokument gebe.

Die Beamten forderten die Studierenden zudem auf, einen schriftlichen Antrag bei der Universitätsleitung zu stellen. Daraufhin forderten die Studierenden ein direktes Gespräch mit der Fakultätsleitung. Das Dekanat lehnte das Gespräch jedoch ab.

SITZBLOCKADE VOR DEM DEKANAT

Nachdem ihre Gesprächsanfragen zurückgewiesen wurden, begannen die Studierenden eine Sitzblockade vor dem Fakultätsgebäude. Die Aktion, die von Sprechchören wie „Die Studierenden sind hier, wo ist das Dekanat?“ begleitet wurde, entwickelte sich zu einem Protest gegen die akademische Verwaltung.

Zwischen den Studierenden und dem Sicherheitspersonal kam es zeitweise zu spannungsgeladenen Momenten. Als ein Student fragte, warum ihm der Zutritt verweigert werde, erhielt er vom Sicherheitsbeamten die Antwort: „Du provozierst mich.“ Ein anderer Beamter fragte den Studenten: „Woher soll ich wissen, dass du ein Student bist?“, was für Aufsehen sorgte. Die Studierenden betonten, dass dieser Ansatz sowohl eine Verletzung ihrer Rechte darstelle als auch die Meinungsfreiheit einschränke.

„IN EIN FACHGEBÄUDE KOMMEN NICHT NUR DIE STUDENTEN DIESES FACHS“

Die Studierenden betonten, dass die Maßnahme diskriminierend sei, da sie bisher auf dem gesamten Campus keine Praxis erlebt hätten, bei der nur Studierende eines bestimmten Fachbereichs Zutritt zu ihrem jeweiligen Gebäude erhielten. „Wir betreten den Campus bereits mit unserer Karte. Wir passieren die Sicherheitskontrolle. So etwas haben wir bisher noch nicht erlebt“, sagten die Studierenden und behaupteten, die Maßnahme sei politisch motiviert.

WIDERSTAND ZEIGT WIRKUNG

Der Prozess, der mit einer Sitzblockade begann, nahm durch die Entschlossenheit der Studierenden eine andere Wendung. Obwohl die Fakultätsleitung das Gespräch zunächst verweigerte, lenkte sie nach dem massiven Druck ein. Die Dekanin der GSF, Prof. Dr. Nadire Şule Atılgan, stimmte einem Gespräch mit den Studierenden im Konferenzsaal der Fakultät zu.

Die Studierenden erklärten nach dem Gespräch, dass sie die weitere Entwicklung genau verfolgen würden, und riefen alle GSF-Studierenden dazu auf, sich heute erneut vor der Fakultät zu versammeln.

Nachrichtenquelle : 12punto