Visatüren für türkische Staatsbürger geschlossen: Termine erst für 2026
Die aufgrund der hohen Inflation in der Türkei gestiegene Zahl an Visumanträgen hat dazu geführt, dass europäische Länder vielen türkischen Staatsbürgern die Tür verschlossen haben. Selbst Personen, die in den vergangenen Jahren ein Schengen-Visum erhalten hatten, erhielten bei aktuellen Anträgen aus der Türkei überraschend Ablehnungen.
Während das Ausland, insbesondere Balkan- und europäische Länder, zum bevorzugten Reiseziel für einheimische Touristen geworden ist, wurden bei den Visumanträgen aus der Türkei die höchsten Zahlen der letzten Jahre verzeichnet.
Angesichts dieses Nachfrageanstiegs haben die europäischen Länder die Ablehnungsquoten für Visumanträge auf ein Allzeithoch geschraubt; nun kommt eine weitere schlechte Nachricht aus den USA hinzu.
TERMINE FÜR VISUMANTRÄGE ERST AB 2026
Die USA, die in den vergangenen Jahren noch recht einfache Visumverfahren für türkische Staatsbürger anwandten, haben nach Problemen in den bilateralen Beziehungen sowie dem Anstieg der Antragszahlen bemerkenswerte Änderungen im Visumprozess für türkische Staatsbürger vorgenommen.
Die US-Botschaft und die Konsulate, die im Vergleich zu den Vorjahren geringere Kontingente für Anträge aus der Türkei freigaben, haben zu einem Rückstau bei den Visumanträgen geführt. Da die frühesten Termine für neue US-Visumanträge aus der Türkei bis Januar 2026 verschoben wurden, führt dies zu Interpretationen, dass es sich hierbei faktisch um eine „Visabeschränkung für die Türkei“ handele.
AUCH EUROPÄISCHE LÄNDER HABEN ZUSÄTZLICHE MASSNAHMEN GEGENÜBER DER TÜRKEI ERGRIFFEN
Unterdessen haben europäische Länder aufgrund der steigenden Zahl von Asyl- und Flüchtlingsanträgen umfassende Änderungen bei den Grenzkontrollen vorgenommen und dabei zusätzliche Maßnahmen gegenüber der Türkei beschlossen.
Deutschland hat mit einer kürzlich eingeführten Praxis das Schengen-Verfahren faktisch ausgesetzt, wodurch Touristen aus vielen Ländern trotz gültiger Visa an der Grenze abgewiesen wurden. Nach dieser Entscheidung wurde im Rahmen einer Vereinbarung zwischen Berlin und Ankara beschlossen, dass etwa 15.000 türkische Staatsbürger, deren Asylantrag in Deutschland abgelehnt wurde, in die Türkei zurückgeführt werden.
Die Türkei hat erklärt, wöchentlich etwa 500 türkische Staatsbürger aufzunehmen, während erwartet wird, dass die Änderungen in der Visumpolitik, insbesondere in Deutschland und anderen europäischen Ländern, in naher Zukunft noch weitreichender werden.
JEDER FÜNFTE ANTRAG ABGELEHNT
Den neuesten Statistiken zufolge lehnen europäische Länder mittlerweile jeden fünften Antrag aus der Türkei ab, was dazu geführt hat, dass die Ablehnungsquote auf 20 Prozent gestiegen ist und damit ein Allzeithoch erreicht hat.
Nachrichtenquelle: 12punto
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