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14.012

Warnung von Cem Gürdeniz: 'Türkei darf nicht vom Montreux-Kurs abweichen': Gefährliche Schwelle am Schwarzen Meer überschritten

Der pensionierte Vizeadmiral Cem Gürdeniz argumentierte in einer Bewertung der jüngsten Entwicklungen im Russland-Ukraine-Krieg, dass die Konflikte das Risiko einer direkten Konfrontation zwischen der NATO und Russland erhöhten. Gürdeniz betonte, dass die Türkei ihre Politik der aktiven Neutralität im Schwarzen Meer fortsetzen und ihre strategische Haltung, die das Montreux-Regime in den Mittelpunkt stellt, bewahren müsse.

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Warnung von Cem Gürdeniz: 'Türkei darf nicht vom Montreux-Kurs abweichen': Gefährliche Schwelle am Schwarzen Meer überschritten

In einer umfassenden Bewertung auf seinem Social-Media-Konto interpretierte Gürdeniz die intensiven Angriffe Russlands auf Lwiw, ein strategisches Zentrum in der Westukraine, während der US-Kontakte des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie den Einschlag eines noch nicht identifizierten Objekts in der Region Lublin an der polnischen Grenze als Anzeichen dafür, dass der Krieg in eine neue Phase eingetreten ist.

Laut Cem Gürdeniz deuten diese Entwicklungen nicht nur auf den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hin, sondern auch darauf, dass die Wahrscheinlichkeit einer direkten Konfrontation zwischen der NATO und Russland stetig zunimmt. Er warnte insbesondere davor, dass neue Vorfälle entlang der polnischen und rumänischen Linie die geografischen Grenzen des Krieges erweitern könnten.

"Ukrainische Seemacht im Schwarzen Meer schwindet"

Gürdeniz ging auch auf das militärische und wirtschaftliche Bild im Schwarzen Meer ein und behauptete, dass der Hafen von Odessa faktisch außer Betrieb sei und der Seehandel der Ukraine weitgehend über die Häfen Tschornomorsk und Ismajil mit begrenzter Kapazität fortgeführt werde.

Gürdeniz argumentierte, dass diese Situation die Exportfähigkeit der Ukraine erheblich verringert habe. Er erklärte, dass der Getreide- und Energietransport nun zu den direkten Zielen des Krieges gehöre und das Schwarze Meer somit kein sicherer Handelsweg mehr sei.

Ansicht, dass Sanktionen die Krise vertiefen werden

In seinem Beitrag ging Gürdeniz auch auf den im US-Senat diskutierten Gesetzentwurf ein, der neue Sanktionen gegen Russland vorsieht. Er argumentierte, dass diese Schritte nicht nur die russische Wirtschaft, sondern auch die globale Energieversorgungssicherheit und Preisstabilität durch neue Unsicherheiten beeinträchtigen könnten.

Gürdeniz behauptete, dass frühere Sanktionen Moskau nicht zum Einlenken bewegt, sondern zu härteren militärischen und geopolitischen Schritten veranlasst hätten, und äußerte die Befürchtung, dass ähnliche Maßnahmen die aktuelle Krise weiter eskalieren könnten.

"Risiko von False-Flag-Operationen steigt"

Der pensionierte Vizeadmiral wies auch auf die Möglichkeit von Provokationen und "False-Flag"-Operationen hin, die dazu führen könnten, dass die NATO direkt in den Krieg hineingezogen wird. Gürdeniz erklärte, dass mögliche Entwicklungen entlang der Achse Polen-Rumänien zu einer schwer kontrollierbaren Eskalation führen könnten, und wies darauf hin, dass die zunehmenden Spannungen zwischen dem Iran und den USA in der Straße von Hormus im gleichen Zeitraum zusätzlichen Druck auf das globale Energiesystem ausüben.

Aufruf an die Türkei zu Montreux und "aktiver Neutralität"

Am Ende seiner Bewertung teilte Gürdeniz seine Ansichten zur Strategie, die die Türkei verfolgen sollte, und argumentierte, dass Ankara als Anwender des Montreux-Abkommens das Gleichgewicht im Schwarzen Meer wahren müsse.

Gürdeniz betonte, dass die Fortsetzung der Politik der aktiven Neutralität für die nationale Sicherheit der Türkei von entscheidender Bedeutung sei, und forderte, dass der Umfang der Unterstützung für die Ukraine im Rahmen der nationalen Interessen der Türkei und des strategischen Gleichgewichts im Schwarzen Meer neu bewertet werden müsse. Zudem erklärte er, es sei wichtig, dass die Türkei Praktiken vermeide, die den Eindruck erwecken könnten, die militärische Kapazität einer der Kriegsparteien zu erhöhen, und dass sie ihre Kooperationen in der Verteidigungsindustrie im Einklang mit dieser Sensibilität durchführen solle.

Hier ist die Erklärung, die Gürdeniz auf seinem Social-Media-Konto abgegeben hat:


Nachrichtenquelle: 12punto

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