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Warnung vor dem West-Nil-Virus von Prof. Dr. Esin Davutoğlu Şenol und Prof. Dr. Serap Şimşek Yavuz: 'Sie stechen meist nachts'

Das Gesundheitsministerium hat bekannt gegeben, dass in diesem Jahr bei 6 Personen eine Infektion mit dem West-Nil-Virus festgestellt wurde, das in der Türkei seit 2010 auftritt. Die Fachärztin für Infektionskrankheiten und klinische Mikrobiologie, Prof. Dr. Esin Davutoğlu Şenol, und die Vorsitzende der Türkischen Gesellschaft für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (KLİMİK), Prof. Dr. Serap Şimşek Yavuz, gaben gegenüber 12punto wichtige Erklärungen zum Schutz vor der Krankheit und zu den notwendigen Maßnahmen für Risikogruppen ab.

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Warnung vor dem West-Nil-Virus von Prof. Dr. Esin Davutoğlu Şenol und Prof. Dr. Serap Şimşek Yavuz: 'Sie stechen meist nachts'

Burak DEMİRBAŞ-12punto.com.tr /EXKLUSIV

Das Gesundheitsministerium gab gestern (22.08.2024) bekannt, dass in diesem Jahr bei 6 Personen eine Infektion mit dem West-Nil-Virus festgestellt wurde.

Die Vorsitzende der Türkischen Gesellschaft für klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (KLİMİK), Prof. Dr. Serap Şimşek Yavuz, erklärte gegenüber 12punto, dass ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem sich vor der Krankheit schützen sollten. Für Personen in der Risikogruppe sagte sie: "Auch wenn es selten vorkommt, kann die Krankheit bei ihnen schwerer verlaufen, daher ist es sinnvoll, beim Schutz vor Mückenstichen etwas vorsichtiger zu sein."

ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN MINISTERIUM UND GEMEINDEN

Yavuz wies darauf hin, dass Ministerium und Gemeinden gemeinsam handeln müssen, und fügte hinzu:

"Das West-Nil-Virus tritt in der Türkei seit 2010 sporadisch auf. Es steht im Zusammenhang mit dem Klimawandel, der Hitze usw. sowie mit Niederschlägen. Hier ist die Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium und den Gemeinden sehr wichtig. Auch die Umwelt- und Tiergesundheit spielen eine große Rolle. Ich sehe, dass dies in Istanbul geschieht, und das freut mich. Sowohl auf Seiten des Ministeriums als auch der Gemeinde wird eine gute Arbeit geleistet.

Die Mückenkontrolle ist sehr wichtig, ebenso wie die Aufklärung der Bürger. Auch das Landwirtschafts- und Forstministerium muss in die Überwachung bei Tieren einbezogen werden. Bei Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden, sind dies Themen, die alle betreffen."

BEI WELCHEN SYMPTOMEN SOLLTE MAN EIN KRANKENHAUS AUFSUCHEN?

Auf die Frage, wann Patienten ein Krankenhaus aufsuchen sollten, antwortete Yavuz wie folgt:

"Bei älteren Menschen ist es bei jeder Art von fieberhafter Erkrankung ratsam, ein Krankenhaus aufzusuchen, da ältere Menschen für uns eine spezielle Gruppe darstellen. Bei jüngeren Menschen sollten sie ein Krankenhaus aufsuchen, wenn Bewusstseinsveränderungen, anhaltende Kopfschmerzen, Schläfrigkeit oder Persönlichkeitsveränderungen in Verbindung mit Fieber auftreten. Im Allgemeinen ist es eine Krankheit, die von selbst ausheilt."

PERSONEN ÜBER 50 JAHRE IN DER RISIKOGRUPPE

Die Fachärztin für Infektionskrankheiten und klinische Mikrobiologie, Prof. Dr. Esin Davutoğlu Şenol, listete in ihrer Einschätzung gegenüber 12punto die Symptome des West-Nil-Virus wie folgt auf:

"Bis zu 80 Prozent zeigen keine Symptome, aber manchmal kann das Virus das Zentralnervensystem angreifen. Dann können die Symptome Krampfanfälle, Sehverlust, Benommenheit, Nackensteifigkeit (Befunde, die ein Arzt feststellen kann), Durchfall, Fieber und grippeähnliche Symptome sein. Wenn das Zentralnervensystem angegriffen wird – was in weniger als 1 Prozent der Fälle vorkommt –, ist das Risiko bei Personen über 50 Jahren oder bei Menschen mit Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck höher. Die Sterblichkeitsrate kann bis zu 17 Prozent betragen."

Prof. Dr. Şenol äußerte sich auch zu den Maßnahmen, die ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem ergreifen sollten: "Sie müssen ein Gesundheitszentrum aufsuchen, damit ihre Atmung und ihr Kreislauf stabilisiert werden können. Diejenigen, die Durchfall und Gliederschmerzen haben, suchen immer Krankenhäuser auf. Tests sollten auch in der Primärversorgung verfügbar sein. Wir können das Blut untersuchen, Testzentren und die Durchführung von Tests sollten ausgeweitet werden. Es gibt kein Medikament, man sollte sich nur ausruhen und Flüssigkeit zu sich nehmen", sagte sie.

ACHTUNG VOR NACHTSTICHEN

Prof. Dr. Şenol teilte bezüglich der grundlegenden Schutzmethoden vor dem West-Nil-Virus Folgendes mit:

"Die Vermeidung von Mückenstichen. Die Mücken, die dies übertragen, sind Mücken, die nachts stechen. Sie stechen meist nachts. Wenn sie in der Umgebung keine Tiere finden, die sie stechen können, stechen sie Menschen. Als Mückenschutz zu Hause sind das Schlafen unter einem Moskitonetz in der Nacht, das Tragen von langärmeliger Kleidung in der Nacht und die Verwendung von Mückenschutzmitteln wichtige Vorsichtsmaßnahmen.

Die geografische Verbreitung von Krankheiten, die durch Mückenstiche zunehmen, wird aufgrund der Klimakrise und der langen, heißen Sommer voraussichtlich noch weiter zunehmen. Es ist wichtig, Mückenschutzmaßnahmen bereits im Larvenstadium unter dem Konzept 'One Health' und in Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen im Gesundheitswesen zu ergreifen. Diese Maßnahme wird auch durch die Aufklärung der Gesellschaft und des Feldes über Krankheiten, die durch Mückenstiche verbreitet werden, gestärkt werden."


Nachrichtenquelle: Burak Demirbaş

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