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WhatsApp-Nachrichten aufgetaucht: Vater des flüchtigen Umut Altaş wird im Fall Gülistan Doku erneut vernommen

Im Ermittlungsverfahren um Gülistan Doku wurden WhatsApp-Nachrichten zwischen dem flüchtigen Umut Altaş und seinem Vater in die Akten aufgenommen. Nach dem Bekanntwerden der Nachrichten wird der Vater, Celal Altaş, erneut vernommen.

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WhatsApp-Nachrichten aufgetaucht: Vater des flüchtigen Umut Altaş wird im Fall Gülistan Doku erneut vernommen

Im Ermittlungsverfahren zum Verschwinden von Gülistan Doku, die seit dem 5. Januar 2020 in Tunceli vermisst wird, wurde bekannt, dass der Vater des flüchtigen Umut Altaş, gegen den eine Red Notice (internationale Fahndung) vorliegt, erneut vernommen werden soll. Grund dafür ist das Auftauchen von WhatsApp-Nachrichten zwischen Umut Altaş und seinem Vater Celal Altaş.

In dem Verfahren, in dem 12 Personen, darunter der damalige Gouverneur von Tunceli, Tuncay Sonel, und dessen Sohn Mustafa Türkay Sonel, wegen des Vorwurfs des „vorsätzlichen Mordes“ inhaftiert sind, soll die Generalstaatsanwaltschaft vor der Anklageerhebung neue Kreuzverhöre durchführen.

NICHT IN SEINER AUSSAGE ERWÄHNT

Es wurde bekannt, dass Celal Altaş in seiner Aussage gegenüber der Gendarmerie die Nachrichten mit seinem Sohn nicht erwähnt hatte. Altaş sagte in seiner Aussage: „Nachdem mein Sohn Umut Altaş ins Ausland gegangen war, haben wir über WhatsApp kommuniziert, und zwar über eine Nummer, die ich zwar nicht auswendig kenne, die aber in meinem Handy unter ‚Umut Vater‘ gespeichert war; wir haben bis vor etwa 4-5 Monaten gesprochen.“

Wie die Zeitung Sabah berichtet, wird Celal Altaş nach der Aufnahme der besagten Nachrichten in die Akten erneut vernommen. Dabei soll er zu den Nachrichten seines Sohnes befragt werden, in denen dieser schrieb: „Ich werde erzählen, warum ihr mich nach Amerika geschickt habt“ und „Du warst es doch, der zum Schweigen gebracht hat!“

NACHRICHTEN WERDEN ZUM „PRIMÄREN BEWEISMITTEL“

Es wurde mitgeteilt, dass die aufgetauchten Nachrichten auch im Auslieferungsverfahren von Umut Altaş als Beweismittel verwendet werden sollen. Die Nachrichten sollen der Red Notice gegen Altaş, der im Bundesstaat Virginia lokalisiert wurde, hinzugefügt und den US-Behörden als „primäres Beweismittel“ vorgelegt werden.

Es wurde festgestellt, dass der flüchtige Umut Altaş, der im Mai 2022 zunächst nach Mexiko und dann auf illegalem Weg in die USA gelangte, in Nachrichten vom 9. Januar 2026 seinen Vater aufforderte, 9.000 Dollar auf sein Konto zu überweisen. Nachdem Celal Altaş die Rückzahlung der 150.000 Dollar gefordert hatte, die er nach eigenen Angaben zuvor überwiesen hatte, soll Umut Altaş geantwortet haben: „Wenn das Geld heute nicht kommt, rufe ich die Staatsanwältin an und erzähle alles. Ich werde erzählen, warum ihr mich nach Amerika geschickt habt.“

In den Nachrichten soll Celal Altaş seinen Sohn scharf angegangen sein, woraufhin Umut Altaş mit den Worten antwortete: „Hör auf zu schauspielern. Du warst es doch, der zum Schweigen gebracht hat. Ich werde alles ausplaudern. Ihr werdet schon sehen, was passiert.“

AUCH VIDEO DES BRUDERS IN DEN AKTEN

Unterdessen wurde berichtet, dass auch Videoaufnahmen eines Gesprächs zwischen dem Bruder von Umut Altaş, S.A., und dem Anwalt der Familie Doku, Ali Çimen, in die Ermittlungsakten aufgenommen wurden.

In den Aufnahmen soll S.A. gesagt haben: „Ich bin bereit, so weit ich weiß, bei der Aufklärung zu helfen. Aus der Vernehmung von Umut habe ich erfahren, dass Türkay gesagt haben soll, das Mädchen sei schwanger geworden und er habe ihr in den Kopf geschossen. Dieser Satz mit dem Kopfschuss fiel mehrmals.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Gülistan Doku Umut Altaş