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Wie gewissenlos ist das denn: 70 Prozent der 307.000 Notrufe waren Fehlalarme

Von den rund 307.000 Anrufen, die seit dem 1. Januar 2024 bei der 112-Notrufzentrale in Elazığ eingingen, wurden 69 Prozent als unnötige Anrufe registriert, da sie keine echten Notfälle betrafen. Es wurde bekannt, dass einige Bürger die Zentrale sogar wegen Wasserrohrbrüchen oder zur Vereinbarung von Arztterminen blockierten.

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Wie gewissenlos ist das denn: 70 Prozent der 307.000 Notrufe waren Fehlalarme

Die 112-Notrufzentrale, die vom Innenministerium eingerichtet wurde, um alle Notrufe an einer zentralen Stelle zu bündeln, nahm vor etwa vier Jahren in ihrem neuen Gebäude in Elazığ den Betrieb auf. Vom 1. Januar 2024 bis zum Ende des sechsten Monats nahm die 112-Notrufzentrale 307.000 Anrufe entgegen. Während 94.671 dieser Anrufe tatsächliche Notfälle waren, wurde berichtet, dass 213.243 Anrufe keine Notfälle darstellten und somit als unnötige Anrufe eingestuft wurden.

Gegen eine Person, die die 112-Notrufzentrale belästigte, wurde im Rahmen des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten ein Bußgeld verhängt. Es wurde bekannt, dass einige der Anrufer, die die Zentrale unnötig kontaktierten, kuriose Anliegen wie „Ich habe einen Wasserrohrbruch, können Sie mir helfen?“ vorbrachten.

Ahmet Erdem, Leiter der 112-Notrufzentrale in Elazığ, erklärte, dass bis Ende Juni 2024 insgesamt 307.000 Anrufe bei der Zentrale eingegangen seien: „69 Prozent dieser 307.000 Anrufe waren grundlose Anrufe, während die restlichen 31 Prozent tatsächliche Notfälle waren. Die Anzahl der grundlosen Anrufe stellt uns vor große Herausforderungen. Wir möchten unsere Bürger diesbezüglich erneut warnen. Sie sollten insbesondere Kindern keine Telefone in die Hand geben oder uns unnötig anrufen. Denn in solchen Momenten können sich schwerwiegendere Vorfälle ereignen. Wir kämpfen hier gegen die Zeit. Deshalb wünschen wir uns, dass unsere Bürger in dieser Hinsicht sensibler sind. Gegen eine Person, die die 112 grundlos belästigt hat, wurde ein Bußgeld verhängt. Wir mahnen unsere Bürger zunächst schriftlich ab, danach werden Bußgelder verhängt. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es bei der Anzahl der grundlosen Notrufe keinen massiven Anstieg, aber generell ist ein Zuwachs zu verzeichnen. Unsere Bürger müssen bei grundlosen Notrufen etwas sensibler sein. Bei unseren Gesundheits- und Sicherheitsdiensten gehen die meisten Anrufe ein. 46 Prozent entfallen auf den Gesundheitsbereich, 42 Prozent auf die Polizei, und da es in den Sommermonaten vermehrt zu Bränden kommt, erhalten auch unsere Feuerwehreinheiten mehr Meldungen. Dementsprechend liegt der Anteil der Meldungen bei der Feuerwehr bei 7 Prozent und bei der Gendarmerie bei 6 Prozent. Wir werden wegen unnötiger Anliegen wie Wasserrohrbrüchen oder Arztterminen angerufen. Unsere Bürger müssen in dieser Hinsicht etwas sensibler sein. Je mehr sie die 112 blockieren, desto schlimmer ist es für uns“, sagte er.


Nachrichtenquelle: İHA

112 Notrufzentrale