Wird die Revolutionsgarde im Iran die Kontrolle übernehmen?: Das Detail zu den „bewaffneten Gruppen“
Hans-Jakob Schindler, derzeitiger Direktor des Counter Extremism Project (CEP), erklärte in seinen Kommentaren zum regionalen Konflikt, dass es im Iran zwar verschiedene Machtzentren gebe, jedoch nur der Hisbollah nahestehende Elemente und die Revolutionsgarde über bewaffnete Kapazitäten verfügten. Schindler stellte die Behauptung auf, dass bewaffnete Gruppen im Falle eines Zusammenbruchs des Regimes maßgeblichen Einfluss auf die Regierung ausüben könnten.
Hans-Jakob Schindler ist ein Experte mit umfassender internationaler Erfahrung in den Bereichen Diplomatie, Nachrichtendienste und Sicherheit.
Schindler ist zudem der ehemalige Koordinator des Überwachungsteams des UN-Sicherheitsrates für IS, Al-Qaida und Taliban.
In dieser Funktion verfolgte er sowohl die Dossiers zu IS (Da'esh) und Al-Qaida als auch die Leitung und Koordination der globalen Aktivitäten des Überwachungsteams, das im Rahmen des Sanktionsausschusses 1988 des Sicherheitsrates tätig ist.
Hans-Jakob Schindler erklärte in seinen Einschätzungen gegenüber deutschen Nachrichtensendern, dass es im Iran zwar verschiedene Machtzentren gebe, jedoch nur der Hisbollah nahestehende Elemente und die Revolutionsgarde über bewaffnete Kapazitäten verfügten.
Laut Schindler ist die Wahrscheinlichkeit, dass bewaffnete Gruppen im Falle eines Zusammenbruchs des Regimes die Macht übernehmen, sehr hoch, da die derzeitige Opposition über keine bewaffnete Stärke verfügt, um das entstehende Machtvakuum zu füllen.
Schindlers Kommentar wirft unweigerlich folgende Fragen auf:
Könnte in einem solchen Szenario die Revolutionsgarde an die Stelle des „gescheiterten Staates“ im Iran treten?
Wie realistisch ist das von Donald Trump der Bevölkerung versprochene „Befreiungsszenario“ im Falle eines Sturzes des iranischen Regimes?
Könnte die unbewaffnete Bevölkerung, die Trump auf die Straße ruft, wie in jüngster Zeit zu sehen, zum Ziel der Revolutionsgarde und ähnlicher bewaffneter Gruppen werden?
Eine weitere wichtige Frage, die gestellt werden muss, lautet: Welchen Iran möchte die USA in der Region sehen? Einen demokratischen, entwicklungsfähigen und starken Iran; oder einen Iran, der offener für externe Verhandlungen ist, aber von der Revolutionsgarde unterdrückt wird?
Text: Reyhan Küçük
Nachrichtenquelle: 12punto
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