Wird Öcalans Aufruf per Video erfolgen? Justizminister Tunç klärt auf
Justizminister Yılmaz Tunç erklärte, dass die DEM-Partei-Delegation bisher keinen Antrag für ein drittes Treffen mit dem PKK-Anführer Abdullah Öcalan gestellt habe. Zudem wies er darauf hin, dass es gesetzliche Hindernisse für eine öffentliche Videobotschaft Öcalans gebe.
Auf die Frage, ob die DEM-Partei-Delegation einen Antrag für ein drittes Treffen mit dem PKK-Anführer Abdullah Öcalan auf İmralı gestellt habe, antwortete Justizminister Yılmaz Tunç, dass bisher kein solcher Antrag eingegangen sei. Während Minister Tunç Fragen dazu beantwortete, wann und in welcher Form Öcalan einen Aufruf tätigen werde, äußerte er sich auch zu den Behauptungen über einen „Video-Aufruf“ und sagte: „In unserer Gesetzgebung ist es für einen Strafgefangenen nicht vorgesehen, sich per Video an die Öffentlichkeit zu wenden.“
WENN EIN DRITTER ANTRAG EINGEHT, WERDEN WIR IHN PRÜFEN
Während über den Zeitpunkt eines dritten Treffens diskutiert wird, erklärte Justizminister Yılmaz Tunç, dass die DEM-Partei-Delegation noch keinen Antrag für ein drittes Gespräch mit Öcalan gestellt habe. Im Gespräch mit TGRT Haber äußerte sich Minister Tunç wie folgt:
„Es gibt noch keinen Antrag für ein drittes Treffen. Wir haben erklärt, dass wir die notwendigen Genehmigungen erteilen können, falls ein solcher Antrag eingeht. Herr Bahçeli hat in seiner Fraktionssitzung eine Rede zum Ziel einer ‚terrorfreien Türkei‘ gehalten. Das Ziel ist es, unser Land vom Terror zu befreien. Danach ist die Unterstützung unseres Präsidenten wichtig. Im Laufe des Prozesses wurde den Vertretern der DEM-Partei ein Treffen auf İmralı ermöglicht. Es gab bereits zwei Treffen. Ein dritter Antrag liegt derzeit nicht vor. Sollte er eingehen, wird er geprüft werden.“

„ÖFFENTLICHE BOTSCHAFT PER VIDEO IST NICHT VORGESEHEN“
Auf die Fragen, wann und wie Öcalan einen Aufruf tätigen werde, erklärte Tunç, dass die Gesetzgebung eine solche Situation nicht zulasse:
„In unserer Gesetzgebung ist es für einen Strafgefangenen nicht vorgesehen, sich per Video an die Öffentlichkeit zu wenden. Unsere Gesetzgebung lässt dies nicht zu. Hier müssen wir natürlich Missverständnisse ausräumen. Unser Ziel ist es, unser Land vom Terror zu befreien. Wir haben in den letzten 40 Jahren große Verluste erlitten.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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