Worte von Zekeriya Yapıcıoğlu, die Erdoğan verärgern dürften: 'Es hätte besser umgesetzt werden müssen...'
Der HÜDA-PAR-Vorsitzende Zekeriya Yapıcıoğlu, der über das Präsidialsystem sagte, es „hätte besser umgesetzt werden müssen“, äußerte: „Wenn ich an der Reihe wäre, könnte ich sogar einen Vorschlag zur Rückkehr zum parlamentarischen System unterbreiten: ‚Bitte sehr, kehren wir zurück‘.“
Der Vorsitzende der Hür Dava Partisi (HÜDA PAR), Zekeriya Yapıcıoğlu, der als Partner der Volksallianz (Cumhur İttifakı) für seine Nähe zur Hisbollah bekannt ist, äußerte sich zur aktuellen politischen Agenda.
Wie ANKA berichtet, forderte Yapıcıoğlu eine Rückkehr zum parlamentarischen System und erklärte, dass das Präsidialsystem in der Praxis nicht so funktioniere, wie es auf dem Papier stehe. Er sagte: „Wenn ich an der Reihe wäre, könnte ich sogar einen Vorschlag zur Rückkehr zum parlamentarischen System unterbreiten: ‚Bitte sehr, kehren wir zurück‘.“
Yapıcıoğlu betonte, dass die Wahrscheinlichkeit für vorgezogene Neuwahlen unter den derzeitigen Bedingungen gering sei, da die Opposition nicht über die notwendige Mehrheit verfüge, um eine solche Entscheidung herbeizuführen.
„DIE OPPOSITION HAT KEINE PARLAMENTSMEHRHEIT“
Bei der Bewertung der aktuellen politischen Konstellation erklärte Yapıcıoğlu: „Unter den heutigen Bedingungen erscheinen vorgezogene Neuwahlen schwierig. Damit das Parlament eine solche Entscheidung treffen kann, muss die Opposition über eine ausreichende Anzahl an Abgeordneten verfügen, doch eine solche Mehrheit gibt es derzeit nicht. Solange es im Lager der Regierung keinen Riss gibt, ist eine Entscheidung für vorgezogene Neuwahlen nicht möglich.“
„WENN ICH AN DER REIHE WÄRE, WÜRDE ICH EINEN VORSCHLAG UNTERBREITEN“
Yapıcıoğlu ging auch auf die Debatten über das parlamentarische System ein und präsentierte ein bemerkenswertes Szenario.
Yapıcıoğlu sagte: „Es könnte sogar ein Vorschlag von der AK-Partei kommen: ‚Bitte sehr, kehren wir zum parlamentarischen System zurück‘.“ Auf die Frage, ob es innerhalb der Regierung zu einer Spaltung komme, antwortete er: „Ich weiß es nicht. Falls es eine gibt, haben wir keine Informationen darüber. Im Moment vermitteln sie nach außen hin nicht den Eindruck eines Risses.“
Unter Verweis auf die jüngsten Äußerungen von Mümtazer Türköne betonte Yapıcıoğlu, dass in der Politik alles möglich sei. „Entwicklungen wie der überraschende Vorstoß von Herrn Bahçeli vor den vorgezogenen Neuwahlen 2002 haben in der Vergangenheit stattgefunden. Die Politik verändert mit der Zeit ihre Form. Dinge, von denen man heute sagt, dass sie nicht passieren werden, könnten morgen Realität werden“, sagte er.
„DAS PRÄSIDIALSYSTEM WIRD NICHT SO UMGESETZT, WIE ES AUF DEM PAPIER STEHT“
Bei der Bewertung des aktuellen Präsidialsystems wies Yapıcıoğlu auf die Schwierigkeiten in der Umsetzung hin und sagte: „Das System ist auf dem Papier ganz anders, aber in der Praxis entspricht es dieser Linie kaum. Obwohl theoretisch eine klare Struktur für die Gewaltenteilung vorgesehen ist, ist diese Trennung in der Praxis nicht eindeutig. Es hätte besser umgesetzt werden müssen.“
Yapıcıoğlu erklärte, dass das Präsidialsystem eigentlich auf einer starken Gewaltenteilung basiere: „Das Parlament übernimmt nur die gesetzgebende Gewalt, während die Exekutive direkt vom Volk gewählt wird. Wenn man es aus diesem Blickwinkel betrachtet, sind die Befugnisse mit klaren Linien getrennt. Aber das findet in der Praxis keinen Widerhall.“
„KEIN SYSTEM IST PERFEKT“
Yapıcıoğlu ließ eine Tür für eine Systemänderung offen und bewertete: „Das derzeitige System kann natürlich überarbeitet werden, sogar eine Rückkehr zum parlamentarischen System ist möglich. Wir haben das von Anfang an gesagt. Kein Regierungssystem ist fehlerfrei. Jedes kann seine Schwächen und Mängel haben. Wichtig ist, diese Schwächen zu minimieren und eine faire und funktionierende Struktur aufzubauen.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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