Yılmaz Tunç antwortet auf Behauptungen zur Freilassung des Terroristenführers! Er verweist auf Erdoğans Brief
Justizminister Yılmaz Tunç traf sich in Bartın mit Journalisten und äußerte sich zu den Behauptungen, dass der Terroristenführer Abdullah Öcalan im Rahmen des neuen Lösungsprozesses freikommen werde.
Justizminister Yılmaz Tunç traf sich in seinem Geburtsort, dem Dorf Ulukaya im Landkreis Ulus in Bartın, mit Vertretern nationaler und lokaler Medien aus Bartın und Karabük. Dort äußerte sich Minister Tunç zu aktuellen Themen, darunter der Prozess der Verfassungsänderung, der neue Lösungsprozess unter dem Namen 'Terrorfreies Türkiye', Justizreformen sowie Fragen des Familienrechts.
Tunç äußerte sich zur Verfassungsänderung wie folgt:
„Auch wenn wir die Putsch-Verfassung von ihrem vormundschaftlichen Geist befreit haben, gleicht sie mittlerweile einem Flickenteppich. Viele Artikel unserer Verfassung wurden geändert, was zu Inkonsistenzen zwischen den Artikeln und zu Streitigkeiten zwischen den Institutionen geführt hat. Die Diskussionen, die in der Vergangenheit zwischen dem Verfassungsgericht und dem Kassationshof stattfanden, sind ein Beispiel dafür.
Von der Änderung des Regierungssystems bis hin zu vielen strukturellen Transformationen wurde unsere Verfassung durch Reformen geprägt. Wir müssen uns jedoch vollständig vom vormundschaftlichen Geist befreien. Wir sind in das Jahrhundert der Türkiye eingetreten. Wir müssen unseren Weg nun mit einer Verfassung fortsetzen, die nicht von Putschisten, sondern von den gewählten Vertretern des Volkes ausgearbeitet wurde. Dies ist ein gemeinsames Versprechen unserer Wahlprogramme.
Es gab verschiedene Bemühungen um einen Konsens im Parlament, eine Einigung über 60 Artikel wurde erzielt, aber wir konnten kein Ergebnis erreichen. Hoffentlich wird bald ein Konsens im Parlament erzielt, damit wir diese Schuld gegenüber unserem Volk begleichen können. Die größte Notwendigkeit ist es, die von Putschisten geschriebene Verfassung hinter uns zu lassen und eine neue Verfassung zu verabschieden, die von den Vertretern des Volkes geschrieben wurde.“
NEUER LÖSUNGSPROZESS
Tunç wies auf den neuen Lösungsprozess unter dem Namen 'Terrorfreies Türkiye' hin und sagte: "Die Türkiye erlebt diesen Prozess gerade, und unser größter Wunsch ist es, dass er von Dauer ist. Wir sind nicht leicht an diesen Punkt gelangt. Wir haben alle Elemente beseitigt, die den Boden für Terror bereitet haben. Die Grundlage dieses Erfolgs ist der starke Wille unseres Präsidenten und die Unterstützung der Opposition für diesen Willen. Alle Ministerien des Staates, die Nachrichtendienste, Verteidigungs-, Innen-, Außen- und Justizbehörden haben koordiniert zusammengearbeitet.
Wir sind nun in eine sehr sensible Phase eingetreten, um sicherzustellen, dass die Waffen nicht wieder auftauchen. Alle Teile der Gesellschaft haben wichtige Aufgaben. Es mag diejenigen geben, die versuchen, den Prozess zu sabotieren; wir müssen wachsam sein. Als Nation werden wir weiter auf unser Ziel eines 'Terrorfreien Türkiye' zugehen."
PARLAMENTSKOMMISSION ENTSCHEIDET ÜBER SCHLÜSSELSTELLEN DES PROZESSES
Tunç betonte die Bedeutung der im Parlament eingerichteten Kommission für nationale Solidarität, Brüderlichkeit und Demokratisierung: "Die Einrichtung der Kommission, die Verfolgung des Prozesses durch die Abgeordneten, die Abgabe von Stellungnahmen und die getroffenen Entscheidungen sind von lebenswichtiger Bedeutung. Diese Arbeiten, die unter dem Vorsitz des Parlamentspräsidenten durchgeführt werden, werden auch die Arbeit der Regierung leiten. Hoffentlich machen wir einen Schritt in Richtung eines 'Terrorfreien Türkiye' und hinterlassen unseren Kindern eine friedliche Zukunft. Wir treten in eine Ära ein, in der wir die materiellen und moralischen Verluste, die der Terror verursacht hat, schnell ausgleichen werden."
ANTWORT AUF BEHAUPTUNGEN ZUR FREILASSUNG VON ÖCALAN
Bezüglich der Behauptungen, dass der Terroristenführer Abdullah Öcalan freigelassen werde, sagte Tunç: "In dem Brief, den unser Präsident an die Familien der Märtyrer geschrieben hat, wird deutlich, dass wir keinen Schritt unternehmen werden, der sie verletzen könnte. Die Familien der Märtyrer unterstützen diesen Prozess und sagen, dass keine weiteren Mütter weinen sollen. Es gibt keine Verhandlungen im Kampf gegen den Terror. Die Schritte, die nach der Waffenabgabe unternommen werden, sind so geplant, dass sie unser Volk nicht beunruhigen."
JUSTIZUNTERRICHT KÖNNTE IN DEN LEHRPLAN AUFGENOMMEN WERDEN
Auf die Frage zur Aufnahme des Fachs Justiz in den Lehrplan antwortete Tunç: "Justiz ist als Wahlfach im Lehrplan enthalten, aber nicht an Gymnasien. Sie sollte auch an Gymnasien unterrichtet werden. Die Justiz ist das Fundament des Staates. Das Bildungsministerium entscheidet darüber, wir unterstützen es."
Nachrichtenquelle: İHA
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