Zuhal Böceks ergänzende Aussage aufgetaucht: Wir haben so viel Geld gegeben
Die ergänzende Aussage von Zuhal Böcek, die im Rahmen der Ermittlungen der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft abgegeben wurde, ist bekannt geworden.
In der in die Ermittlungsakte aufgenommenen Aussage berichtete Zuhal Böcek, dass ihr Ehemann Gökhan Böcek bei einer seiner Reisen nach Ankara gesagt habe, er werde "Geld an die Parteizentrale übergeben". Böcek erklärte, dass sie durch eine Person, die sie im Flugzeug getroffen hatten, zu einem Hotel gelangt seien und sie ihren Ehemann am nächsten Tag persönlich zur Parteizentrale gebracht habe. Das auffälligste Detail in der Aussage war der Rucksack, den Gökhan Böcek ständig bei sich trug. Böcek gab an, sich daran zu erinnern, dass er mit dieser Tasche die Parteizentrale betreten habe, konnte sich jedoch nicht genau daran erinnern, in welchem Zustand die Tasche beim Verlassen des Gebäudes war.
Ein während der Fahrt geführtes Telefonat war ebenfalls einer der kritischen Punkte in Zuhal Böceks Aussage. Böcek gab an, dass ihr Ehemann auf dem Weg zur Parteizentrale mit Veli Ağbaba telefoniert habe.
Ein weiterer bemerkenswerter Teil des Aussageprotokolls betraf den Nominierungsprozess. Zuhal Böcek berichtete, dass ihr Ehemann häufig erwähnt habe, dass für die Bürgermeisterkandidatur seines Vaters eine beträchtliche Summe Geld gezahlt worden sei. Böcek betonte, dass zu Hause über Beschwerden wie "Wir haben so viel Geld gegeben, und es wurde immer noch nicht bekannt gegeben" gesprochen wurde, und unterstrich, dass der Prozess bei ihrem Ehemann zu erheblichem Stress geführt habe. In ihrer Aussage erwähnte Böcek zudem den Betrag von "1 Million Euro", sagte jedoch, sie kenne die Quelle dieses Geldes nicht.
Ein weiteres bemerkenswertes Thema in der Aussage war das Detail zum Großen Basar (Kapalıçarşı) in Istanbul.
Zuhal Böcek erzählte, dass Gökhan Böcek zusammen mit E.B., der angeblich im Mediengeschäft tätig ist, ein kleines Wechselbüro betreten habe, während sie draußen gewartet habe. Sie gab an, den Geldverkehr im Inneren nicht direkt miterlebt zu haben, berichtete jedoch, dass ihr Ehemann ihr beim Verlassen gesagt habe, dass "im Wechselbüro Geld als Passwort gezeigt wurde". Sie betonte, dass ihr dieser Vorfall im Gedächtnis geblieben sei, weil er "interessant" gewesen sei, den genauen Geldbetrag kenne sie jedoch nicht.
In ihrer Aussage gab Zuhal Böcek an, keine Kenntnis darüber zu haben, von wem das Geld bereitgestellt wurde, sagte jedoch, dass ihr Schwiegervater Muhittin Böcek aufgrund seiner Position leicht Gelder von Geschäftsleuten beschaffen könne. Zuhal Böcek äußerte zudem, gehört zu haben, dass während der Wahlperiode viele Personen finanzielle Beiträge geleistet hätten.
Der Anwalt der Verdächtigen argumentierte, dass seine Mandantin keine kriminelle Absicht gehabt habe. Der Anwalt erklärte, sie habe bei der Beschaffung, Sammlung oder Übergabe des Geldes keine Rolle gespielt und Zuhal Böcek habe ihren Ehemann lediglich begleitet. Zudem behauptete ihr Anwalt, seine Mandantin habe nicht gewusst, dass solche Zahlungen illegal seien, und habe geglaubt, dass jeder während des Nominierungsprozesses ähnliche Zahlungen leiste.
Nachrichtenquelle: 12punto
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