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Zwei Minister schweigen im ersten Monat: Die Parlamentsbilanz von Akın Gürlek und Mustafa Çiftçi liegt vor

Einen Monat nach Amtsantritt der Innen- und Justizminister sind über 100 an das türkische Parlament (TBMM) gerichtete parlamentarische Anfragen unbeantwortet geblieben. Die Minister haben zu vielen wichtigen Themen, die von Abgeordneten auf die Tagesordnung gesetzt wurden, keine Stellungnahme abgegeben.

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Zwei Minister schweigen im ersten Monat: Die Parlamentsbilanz von Akın Gürlek und Mustafa Çiftçi liegt vor

Justizminister Akın Gürlek und Innenminister Mustafa Çiftçi, die am 11. Februar im Parlament vereidigt wurden und ihre Ämter antraten, haben im ersten Monat ihrer Amtszeit noch keine der parlamentarischen Anfragen der Abgeordneten beantwortet.

Wie aus einem Bericht der Zeitung Cumhuriyet hervorgeht, blieben laut den Aufzeichnungen des Parlamentspräsidiums insgesamt 140 an die beiden Minister gerichtete Anfragen innerhalb der gesetzlichen Frist unbeantwortet. Die Abgeordneten warten auf Erklärungen zu Themen, die sowohl das Justiz- als auch das Innenministerium betreffen.

Von den an Gürlek gerichteten Anfragen blieben 71 unbeantwortet, bei Çiftçi waren es 69. Die Inhalte dieser Anfragen decken eine Vielzahl von Fragen zu Problemen ab, die auf der nationalen Tagesordnung stehen.

WICHTIGE TAGESORDNUNGSPUNKTE BLIEBEN UNBEANTWORTET

Betrachtet man die an Justizminister Gürlek gerichteten Anfragen, so fallen wichtige Fragen zu den juristischen Prozessen nach den Erdbeben vom 6. Februar auf. Insbesondere wurde nach der Anzahl der Ermittlungsverfahren gegen Beamte gefragt, die für die Lizenzierung, Inspektion und die Prozesse der Bebauungsamnestie bei den eingestürzten Gebäuden verantwortlich sind, sowie nach der Anzahl der Personen, gegen die noch laufende Gerichtsverfahren anhängig sind. Zudem wurden Erklärungen zu Themen wie den ernannten Treuhändern für Bürgermeisterämter und den öffentlich diskutierten Epstein-Dokumenten gefordert. Auch Themen wie Bildung in der Muttersprache fanden Eingang in die Anfragen.

Die an Innenminister Çiftçi gerichteten Anfragen befassten sich mit gesellschaftlichen Problemen wie dem Kampf gegen Drogen, Kinderarbeit, Frauenmorde und illegales Glücksspiel. Zu den von Çiftçi nicht beantworteten Fragen gehören: „Wie hoch ist die Anzahl der Personen, die in den letzten 5 Jahren in der gesamten Türkei als Gründer, Leiter oder Finanzierer von Drogenhandelsorganisationen eingestuft und in diesem Rahmen strafrechtlich verfolgt wurden? Was sind nach Ansicht Ihres Ministeriums die Hauptgründe für den starken Anstieg von Frauenmorden und Gewalt gegen Frauen in den letzten Jahren? Wie hoch ist die Anzahl der Täter, die trotz einer gegen sie vorliegenden einstweiligen Verfügung oder Schutzanordnung einen Frauenmord begangen haben? Wie hoch ist die Anzahl der polizeilichen Kontrollen im Kampf gegen nicht registrierte Kinderarbeit?“


Nachrichtenquelle: 12punto

Akın Gürlek Mustafa Çiftçi