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Zweite Zugangssperre für Medyaradar

Nachdem auf Beschwerde der Turkuvaz Medya eine Zugangssperre verhängt worden war, wurde nun auch der neue Domainname von Medyaradar gesperrt.

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Zweite Zugangssperre für Medyaradar

In einer Stellungnahme von Medyaradar hieß es: „Die Anwälte der Gruppe haben es sich zur Gewohnheit gemacht, unberechtigte Forderungen zu stellen, indem sie vor Gericht auch darauf verweisen, dass ihr Chef Serhat Albayrak ein ‚Verwandter‘ von Präsident Erdoğan ist.“

Nachdem gegen die Nachrichtenseite Medyaradar durch einen Beschluss des 3. Friedensgerichts Istanbul eine Zugangssperre verhängt worden war, wurde am 13. September durch einen Beschluss des 6. Friedensgerichts Istanbul auch der neue Domainname der Seite gesperrt.

In der schriftlichen Erklärung von Medyaradar nach der neuen Zugangssperre hieß es: „Die freie Stimme der Medienwelt, Medyaradar, hat seit dem 30. Juli große Schwierigkeiten, ihre Follower zu erreichen. Denn die Turkuvaz Medya Grubu hat versucht, uns ohne Begründung, ohne Zustellung und ohne Vorwarnung zum Schweigen zu bringen.“

'WIR WERDEN NICHT SCHWEIGEN'

In der Erklärung, in der auf die Zugangssperre reagiert wurde, hieß es weiter:

„Die Anwälte der Gruppe haben es sich zur Gewohnheit gemacht, unberechtigte Forderungen zu stellen, indem sie vor Gericht auch darauf verweisen, dass ihr Chef Serhat Albayrak ein ‚Verwandter‘ von Präsident Erdoğan ist. Leider haben sie ihr Ziel erreicht und eine Schließungsentscheidung gegen uns erwirkt, während andere Seiten, die dieselbe Nachricht veröffentlichten, nicht angetastet wurden. Und das, obwohl wir den Link zu der betreffenden Nachricht in Übereinstimmung mit dem Gerichtsbeschluss noch am selben Tag entfernt hatten; dennoch entschieden sie, die Seite wegen nur einer einzigen Nachricht komplett zu schließen.

Während wir einerseits unsere rechtlichen Einwände fortsetzten, versuchten wir andererseits, diesem ungerechten Beschluss zu widerstehen, indem wir unsere Zugriffsadresse von www.medyaradar.com in medyaradar.com änderten. Doch diese Gruppe, die in der Vergangenheit häufig Gegenstand von Nachrichten und Kommentaren auf Medyaradar war, hat diesmal denselben Beschluss auch für Medyaradar.com erwirkt. Das 6. Friedensgericht Istanbul hat gestern auch unsere neue Adresse für den Zugriff gesperrt.

Seit genau 18 Jahren haben wir weder auf den Journalismus verzichtet noch darauf, uns an die Berufsethik zu halten, und wir werden auch weiterhin nicht darauf verzichten. Selbst wenn sie uns nicht ein-, zwei- oder tausendmal schließen, werden wir, falls nötig, Zahlen hinter unseren Namen setzen und unsere Veröffentlichung nicht unterbrechen… Ab der kommenden Woche werden wir unsere Berichterstattung unter der Adresse medyaradar.net fortsetzen. Wir werden uns angesichts dessen, was uns angetan wird, niemals ducken und nicht schweigen.“


Nachrichtenquelle: 12punto

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