Finden Sie Nachrichten im folgenden Datumsbereich
und und
und und
und und
Löschen
Euro
Arrow
53,9573
Dollar
Arrow
47,3406
Pfund Sterling
Arrow
62,7618
Gold
Arrow
6138,6761
BIST 100
Arrow
10.729

BYDs Vorstoß bei günstigen Elektroautos

Der chinesische Hersteller BYD bereitet für den japanischen Markt das Modell Racco für die Kei-Klasse vor. Es wird erwartet, dass der elektrische Kleinstwagen nach Abzug von Förderungen unter 2 Millionen Yen kosten wird.

Überlass die Wahl deiner Nachrichten nicht dem Algorithmus - entscheide selbst, was du liest. Füge 12punto zu deinen bevorzugten Quellen hinzu!
BYDs Vorstoß bei günstigen Elektroautos

Der chinesische Elektroautohersteller BYD bereitet sich darauf vor, mit seinem neuen Modell Racco in den japanischen Markt einzusteigen, in dem einheimische Marken in der sogenannten „Kei“-Klasse stark vertreten sind. Das kastenförmige kleine Elektrofahrzeug, das für enge Straßen und begrenzte Parkflächen entwickelt wurde, soll nach staatlichen Förderungen für unter 2 Millionen Yen, also umgerechnet etwa 578.000 Türkische Lira, angeboten werden.

Nach Angaben von BYD wird der Racco mit einer vollen Ladung eine Reichweite von 210 bis 320 Kilometern bieten. Dieser Wert liegt über der Reichweite des Nissan Sakura, eines der beliebtesten elektrischen Kei-Modelle in Japan.

Dieser Vorstoß des Unternehmens in Japan fällt in eine Zeit, in der der Gründer und CEO von BYD, Wang Chuanfu, seine globalen Wachstumsziele deutlicher formuliert. Wang hatte erklärt, dass BYD durch Fortschritte in der Ladetechnologie und steigende Auslandsverkäufe innerhalb von 5 Jahren Toyota überholen und der weltweit größte Automobilhersteller werden wolle.

Die Verlangsamung des Wachstums auf dem chinesischen Markt und der verschärfte Wettbewerb veranlassen BYD dazu, seine Auslandsaktivitäten auszuweiten. Das Unternehmen erhöht seine Kapazitäten durch 8 speziell für den Export von Elektrofahrzeugen gebaute Transportschiffe sowie durch neue Produktionsinvestitionen in Ungarn, Brasilien, Thailand, Indonesien und Usbekistan.

HARTER WETTBEWERB AUF DEM JAPANISCHEN MARKT

Kei-Autos haben in Japan aufgrund von Steuer- und Versicherungsvorteilen einen bedeutenden Marktanteil. Nach Daten des japanischen Verbands für Leichtkraftfahrzeuge und Motorräder machten Fahrzeuge dieser Klasse im vergangenen Jahr 36,5 Prozent der Neuwagenverkäufe im Land aus.

Bei der Wahl dieser Fahrzeuge sind die Grenzwerte für Abmessungen, Hubraum und Motorleistung entscheidend. Autos der Kei-Klasse dürfen bestimmte Maße nicht überschreiten, der Hubraum muss unter 660 Kubikzentimetern und die Leistung unter 47 Kilowatt liegen.

Der Präsident von BYD Japan, Atsuki Tofukuji, hatte im vergangenen Jahr erklärt, dass man Chancen für kostengünstige kleine Elektroautos sehe, da hohe Steuern die Kraftstoffpreise in die Höhe treiben und in ländlichen Regionen mit schrumpfender Bevölkerung immer mehr Tankstellen schließen.

Dennoch wird nicht erwartet, dass BYD mit dem Racco ein leichtes Wettbewerbsumfeld in Japan vorfindet. In dem Land, in dem der Anteil ausländischer Marken an den Gesamtverkäufen gering ist, verkaufte BYD im vergangenen Jahr 3.742 Fahrzeuge. Obwohl dies im Vergleich zu 2024 einem Anstieg von 68 Prozent entspricht, macht es nur einen sehr kleinen Teil der insgesamt 4,5 Millionen Neuwagenverkäufe in Japan aus.

Auch das internationale Interesse an Kei-Autos wächst. Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Jahr bei einer Erklärung im Weißen Haus zu Kraftstoffverbrauchsregeln dazu aufgerufen, diese Fahrzeuge, die er als „sehr klein“ und „wirklich niedlich“ bezeichnete, in den USA zu produzieren.


Nachrichtenquelle: 12punto

BYD Racco Japan Kei-Auto Elektroauto Toyota Nissan Sakura