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Katar-Veto stoppt militärische Produktionspläne von Volkswagen

Die Qatar Investment Authority hat der Vereinbarung von Volkswagen zur Produktion von Militärteilen mit dem israelischen Unternehmen Rafael im Werk Osnabrück nicht zugestimmt. Diese Entwicklung hat die Vorstöße des deutschen Automobilriesen in die Verteidigungsindustrie ins Stocken gebracht.

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Katar-Veto stoppt militärische Produktionspläne von Volkswagen

Während der deutsche Automobilriese Volkswagen aufgrund finanzieller Schwierigkeiten neue Geschäftsfelder erschließen möchte, stieß er auf unerwarteten Widerstand durch einen bedeutenden Anteilseigner. Die Qatar Investment Authority (QIA), der drittgrößte Anteilseigner des Unternehmens, spielte eine entscheidende Rolle bei den Zielen des Werks in Osnabrück für die Verteidigungsindustrie. Der katarische Staatsfonds legte sein Veto gegen die militärische Produktionspartnerschaft mit dem israelischen Staatsunternehmen Rafael ein und warf damit Fragen zur Zukunft des Werks auf.

Das deutsche Unternehmen hatte im April ein Vorprotokoll mit dem israelischen Unternehmen Rafael unterzeichnet, das die Produktion von Komponenten für das Luftverteidigungssystem „Eiserne Kuppel“ im Werk Osnabrück vorsah. Katar lehnte die Vereinbarung jedoch unter Verweis auf die anhaltenden politischen Spannungen mit Israel ab. Damit gerieten auch die Arbeitsplätze von Hunderten Beschäftigten im Werk in Gefahr.

Die QIA zeichnet sich dadurch aus, dass sie über 17 Prozent der Stimmrechte und einen Anteil von 10,4 Prozent an den Entscheidungsprozessen von Volkswagen verfügt. Hochrangige Manager der Investmentgesellschaft sowie ehemalige Mitglieder der katarischen Regierung sind zudem in den Aufsichtsgremien von Volkswagen tätig.

Die Entwicklungen im Gazastreifen und die langjährige, Katar zugeschriebene Unterstützung für die Hamas haben dazu geführt, dass diese Entscheidung auf internationaler Ebene mit großem Interesse verfolgt wird. Der Sicherheitsexperte Peter R. Neumann vom King's College kommentierte: „Die Rolle von Golf-Kapital in der deutschen Industrie erweist sich insbesondere in Krisenzeiten als kontroverses Thema.“

Auf israelischer Seite stieß das Veto Katars auf Ablehnung. Die israelische Regierung begann, Distanz zu anderen deutschen Unternehmen zu wahren, deren Aktionärsstruktur ähnlich komplex ist. In der Vergangenheit wollte der deutsche Logistikriese Hapag-Lloyd das israelische Schifffahrtsunternehmen Zim für 4,2 Milliarden Dollar erwerben, nahm jedoch aufgrund der Beteiligung katarischer und saudi-arabischer Fonds von diesem Vorhaben Abstand.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz betonte seine Ablehnung mit den Worten: „Dieser Verkauf würde die nationalen Sicherheitsinteressen des Landes, insbesondere in Notfällen, nicht schützen.“


Nachrichtenquelle: 12punto