Lehrer intervenieren bei Zeugnissen ohne Atatürk
Dass Mustafa Kemal Atatürk in den neuen „Schulentwicklungsberichten“, die an Grundschüler ausgegeben wurden, nicht vorkommt, stieß in der Bildungsgemeinschaft auf Kritik. Zahlreiche Lehrer, die diesen Mangel nicht akzeptierten, fügten Atatürk mit selbst erstellten Dokumenten den Berichten hinzu.
Der „Schulentwicklungsbericht“, der im Rahmen des neuen Bewertungssystems des Bildungsministeriums für Schüler der 1. und 2. Klasse erstellt wurde, stieß bei den Lehrkräften vor Ort auf eine bemerkenswerte Reaktion. Lehrer, die im offiziellen Bericht kein Detail zu Atatürk fanden, erstellten vor der Ausgabe der Berichte aus eigener Initiative zusätzliche Bilder und Umschläge.
Während die Kritik daran wuchs, dass Atatürk in den ausgegebenen Berichten nicht vorkam, ignorierten viele Lehrer diesen Umstand nicht. Einige bereiteten alternative Seiten mit Fotos und Zitaten Atatürks vor und fügten diese den Dokumenten bei, die den Schülern ausgehändigt wurden. Auf diese Weise glichen die Lehrer das Defizit des Berichts durch eigene Anstrengungen aus.
Ein Teil der Lehrkräfte griff zu einer anderen Methode und überreichte die Entwicklungsberichte in speziell angefertigten Umschlägen, die Bilder von Atatürk enthielten. Auf diese Weise konnten die Schüler den Namen des Gründers der Republik zumindest symbolisch auf den erhaltenen Dokumenten sehen.
Pädagogen betonten, dass die offiziellen Dokumente, die Grundschülern ausgehändigt werden, über ihre Funktion als bloßes Bewertungsinstrument hinaus wichtige Symbole enthalten. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die Präsenz Atatürks, des Architekten der Grundlagen der öffentlichen Bildung, in den Dokumenten entscheidend für die Identifikation der Kinder mit nationalen Werten sei. Es wurde zudem angemerkt, dass es nicht angemessen sei, Schülern auf derselben Stufe Dokumente mit unterschiedlichen Inhalten auszuhändigen.
Das Bildungsministerium hatte die Praxis zuvor mit „pädagogischen Gründen“ verteidigt. Die Interventionen der Lehrer aus eigener Kraft zeigten jedoch, dass diese Debatte über die theoretische Ebene hinausging und auch in der Praxis direkt Widerhall fand.
Unterdessen wächst in der Bildungsgemeinschaft die Erwartung, dass Atatürk, der Anführer des nationalen Befreiungskampfes, in den kommenden Jahren in ähnlichen Berichten und Dokumenten wieder vertreten sein wird.
Nachrichtenquelle: 12punto
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